Nach dem Tod seines Vaters ist Hicks nun der Häuptling seines Stammes.
Mit "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" endet die Animationssaga rund um den jungen Wikinger Hicks.

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

KINOSTART: 07.02.2019 • Kinderfilm • USA (2019) • 104 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
How to Train Your Dragon: The Hidden World
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
USA
Filmstudio
DreamWorks Animation, Mad Hatter Entertainment
Budget
129.000.000 USD
Einspielergebnis
517.526.875 USD
Laufzeit
104 Minuten
Regie
Dean DeBlois
Music
John Powell
Kamera
Gil Zimmerman

Filmkritik

Neue Heimat gesucht
von Christopher Diekhaus

Im dritten und letzten Teil der DreamWorks-Animationsreihe muss es Hicks mit einem bösen Drachentöter aufnehmen. Dabei rauscht der junge Wikinger erneut durch eindrucksvolle Bilderwelten.

Vor neun Jahren eroberte der charmante und spektakulär bebilderte Animationsfilm "Drachenzähmen leicht gemacht" die Herzen der Kinozuschauer. Vier Jahre mussten Fans des Abenteuerstreifens im Anschluss warten, bis die Macher aus dem Hause DreamWorks eine Fortsetzung an den Start schickten. Auch der zweite Teil überzeugte mit eindrucksvollen Bildern, wirkte inhaltlich aber gröber gestrickt als sein Vorgänger. Ähnlich verhält es sich nun mit dem letzten Kapitel der Reihe, "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt", bei dem Dean DeBlois als Regisseur und Drehbuchautor wieder das kreative Zepter schwang.

Nach dem Tod seines Vaters im letzten Teil ist der junge Wikinger Hicks (deutsche Stimme: Daniel Axt) nun das neue Oberhaupt seines Stammes. Gemeinsam mit seiner großen Liebe Astrid (Emilia Schüle) befreit er in Gefangenschaft gehaltene Drachen und bringt sie auf die Insel Berk, wo es inzwischen von Feuerspeiern nur so wimmelt.

Als der finstere Drachentöter Grimmel (Lutz Riedel) das aus allen Nähten platzende Dorf attackiert, trifft der besorgte Hicks eine schmerzhafte Entscheidung. Um der Gefahr zu entkommen, verlassen die Wikinger zusammen mit ihren Drachen ihre geliebte Heimat und machen sich auf die Suche nach einem sagenumwobenen Ort, an dem die Menschen und ihre tierischen Freunde friedlich und unbehelligt zusammenleben können. Grimmel heftet sich jedoch an die Fersen der Flüchtenden und setzt ein Tagschatten-Weibchen ein, das Hicks? besten Kumpel, den Nachtschatten-Drachen Ohnezahn, bezirzen soll.

Alte Bekannte, alte Ideen

Erzählerisch ist "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" keine Offenbarung. In seinem Drehbuch greift DeBlois diverse Konflikte und Elemente des zweiten Teils auf und verpasst ihnen – wenn überhaupt – nur ein kleines Update. Erneut hadert Hicks mit seiner Bestimmung als Anführer, und einmal mehr betritt ein rundum böser Widersacher die Bühne, den man ruhig etwas weniger eindimensional hätte zeichnen können.

Obwohl die Handlung manchmal fahrig wirkt, gelingen den Machern aber auch einige nette emotional aufgeladene Zwischentöne. Unter die Haut gehen die immer wieder hervorbrechenden Erinnerungen an Hicks? verstorbenen Vater. Und amüsant ist nicht zuletzt der feinfühlig aufgezogene Liebesstrang rund um Ohnezahn und das Tagschatten-Weibchen, der davon erzählt, wie man in einer Freundschaft auch mal loslassen muss.

Beeindruckende Animationsarbeit

Wie in den vorangegangenen Filmen der Reihe zeichnet sich die stellenweise erstaunlich düstere Abenteuersause durch eine temporeiche Inszenierung und atemberaubende, beinahe fotorealistische Animationen aus. DeBlois und seine Mitstreiter entführen den Zuschauer in ein fantastisches Universum, in dem an jeder Ecke hübsche visuelle Ideen sprießen. Für staunende Gesichter dürfte schon der Anflug der Drachenmeute auf Berk kurz nach dem actionreichen Einstieg sorgen. Nicht weniger beeindruckend ist der Moment, wenn Hicks und Astrid die im Titel erwähnte geheime Welt erkunden.

Plot und Figurenführung hätten sich fraglos mehr vom zweiten Kapitel emanzipieren dürfen und können nicht wirklich überzeugen. Dank des optischen Detailreichtums und der Tatsache, dass sich der Film vehement für Toleranz starkmacht, findet die Animationssaga aber dennoch zu einem würdigen Ende.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Gab 1997 ihr Leinwand-Debüt: Cate Blanchett.
Cate Blanchett
Emilia Schüle
Sein Durchbruch kam mit "Amadeus": F. Murray Abraham
F. Murray Abraham
Die Rolle des Spartanerkönigs Leonidas machte Gerard Butler über Nacht bekannt.
Gerard Butler
Schauspieler Jonah Hill.
Jonah Hill
Kit Harington als Jon Schnee in der HBO-Serie "Game of Thrones".
Kit Harington
Weitere Darsteller
Jay Baruchel America Ferrera Craig Ferguson Christopher Mintz-Plasse Kristen Wiig Justin Rupple Robin Atkin Downes Kieron Elliott Julia Emelin Gideon Emery Ashley Jensen AJ Kane Ólafur Darri Ólafsson James Sie David Tennant Randy Thom

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