Mit seinem Film "Geostrom" hat Regisseur Dean Devlin ein Werk geschaffen, das Katastrophenfilm und politischer Thriller zugleich ist.

Mehrere Hurrikans richteten in den letzten Wochen große Verwüstung an, der Monsun in Indien und Nepal erreichte in diesem Jahr Rekordausmaße, und die abnehmende Schnee- und Eisbedeckung in der Arktis ist Dauerthema in den Medien. Kein Wunder also, dass sich schon die Allerkleinsten um den Zustand unseres Planeten sorgen.

Regiedebütant Dean Devlin wurde von seiner sechsjährigen Tochter gefragt, was es mit dem Klimawandel auf sich habe. Mit seiner Antwort offenbar nicht ganz zufrieden fragte sie ihren Vater, der als Drehbuchautor an Stoffen wie dem ersten "Independence Day"-Film und "Godzilla" beteiligt war: "Warum baut man denn keine Maschine, die das alles reparieren kann?" Die Grundidee des Sci-Fi-Thrillers "Geostorm" war geboren.

Afghanistan wird zur Eiswüste

Der Film spielt in der nahen Zukunft: Nachdem eine beispiellose Serie von Naturkatastrophen die Erde beinahe zerstört hatte, taten sich die Regierungschefs der Welt zusammen und ließen zum Schutz das Satellitensystem "Dutch Boy" installieren, mit dem das Wetter kontrolliert werden konnte. Doch nach zwei erfolgreichen Jahren beginnt das System, dass die Erde eigentlich schützen soll, aus dem Ruder zu laufen: Afghanistan wird zur Eiswüste, Zyklone suchen Indien heim. Zudem zieht ein alles vernichtender Geostorm auf.

Der aufgrund politischer Querelen entlassene ISS-Chef-Koordinator Jake Lawson (Gerard Butler), der "Dutch Boy" in- und auswendig kennt, wird zur Hilfe gerufen, um den Defekt zu beheben. Für den gefährlichen Job muss er sich aber wieder mit seinem verhassten jüngeren Bruder Max (Jim Sturgess) arrangieren, der pikanterweise sein Boss ist.

Wettlauf mit der Zeit

Schnell erkennt er: Hinter dem heraufziehenden Inferno steckt viel mehr als ein zufälliger Schaden an den Satelliten im All. Ein politischer Komplott wurde geschmiedet, bei dem der Präsident der USA (Andy Garcia) ausgeschaltet werden soll. Gemeinsam mit der Agentin Sarah (Abbie Cornish) und ISS-Astronautin Ute (Alexandra Maria Lara) versuchen die Brüder nun im Wettlauf mit der Zeit, das Katastrophenszenario zu stoppen.

"Geostorm" wird der Presse erst kurz vor Kinostart gezeigt.

Quelle: teleschau – der Mediendienst