Na, wie wär's mit uns beiden? Antonio Banderas (l.) 
als junger schwuler
Spunt  
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Labyrinth der Leidenschaften

KINOSTART: 01.01.1970 • Komödie • Spanien (1982)
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Laberinto de pasiones
Produktionsdatum
1982
Produktionsland
Spanien

Dr. La Pena ist zum Vater der künstlichen Befruchtung geworden, weil er Sex verabscheut. Umso heftiger stellt ihm die exzentrische Psychoanalytikerin Susana nach, die seine nymphomane Tochter Sexilia behandelt. Wenn Sexilia nicht den Freuden der Fleischeslust huldigt, bringt sie als Sängerin die Madrider Rockszene zum Kochen. Als sie dem Prinzen Riza Niro begegnet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Der Prinz lebt im Exil seine homosexuellen Neigungen aus. In Sexilias Armen entdeckt er jedoch auch die Reize der Weiblichkeit. Seine Mutter Toraya verfolgt ihn kreuz und quer durch die Madrider Subkultur, während eine islamische Terroristengruppe ebenfalls ein Auge auf den Prinzen geworfen hat...

Einmal mehr trumpft Pedro Almodóvar, das "enfant terrible" des spanischen Films, mit einer peppigen Mischung aus Sex, Liebe, Leidenschaft und verbaler Gewalt auf. Er schuf eine heftige bis schonungslose Screwball-Komödie mit derber Verpackung: Grell und anarchisch liefert der Regisseur auf äußerst vergnügliche Weise ein farbenfrohes Dokument des Erwachens der spanischen Kulturbewegung nach Francos Tod, die nach Jahrzehnten der Anpassung und Unterdrückung sämtliche Grenzen bürgerlicher Moral, Sitten und Tabus sprengte und sich damit lautstark einen Platz im Bewußtsein der Öffentlichkeit sicherte. Ein Riesenspaß, aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Foto: ARD/Degeto

Darsteller
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