Ein gesunder Mensch erfreut sich an fünf Sinnesorganen, mit denen das Leben auf unterschiedliche Weise wahrnehmbar ist: schmecken, riechen, tasten, hören und sehen. Letzteres ist für Saliya (Kostja Ullmann) leider nur eingeschränkt möglich.

Mit einer fast gänzlich eingeschränkten Sichtweise, die sich lediglich auf stark verschwommene Umrisse definiert, bestreitet er sein Leben. Kein Mensch in seinem Umfeld – abgesehen von seiner Familie – weiß von seinem Handicap.

Mit dem Abitur in der Tasche möchte er sich seinen Traum erfüllen, um in einem Luxus-Hotel zu arbeiten. Aber wie soll das gehen, wenn Saliya fast blind ist?

Eine unglaubliche Geschichte

Der "Oscar"-prämierte Regisseur Marc Rothemund (Sophie Scholl - Die letzten Tage") inszenierte eine bewegende Story, die auf wahrer Begebenheit beruht. Mit "Mein Blind Date mit dem Leben" verfilmte er das Schicksal von Saliya Kahawatte, der im Alter von 15 Jahren über Nacht fast gänzlich sein Augenlicht verlor - aber nicht seinen Lebensmut.

Auch wenn das Schicksal alles andere als lustig ist, wurde der Stoff in eine sensible Komödie übersetzt, die mit viel Herz, Wärme und Emotionen umgesetzt wurde. Der Zuschauer wird auf humorvolle Weise in das Leben eines Blinden eingeführt und bleibt mit dem Fazit zurück, dass es sich immer lohnt, an seinen Träumen festzuhalten.

Punkteabzug gibt es dennoch: Manches wird zu überspitzt dargestellt und wirkt deshalb nicht immer ganz glaubwürdig. Doch das hindert einen nicht daran, die vollen 120 Spielminuten mit (fast) allen Sinnen zu genießen.