Das Telefon klingelt, wird abgehoben, am anderen Ende der Leitung ertönt sodann eine röchelnde verzerrte Stimme: "Ihr habt noch drei Tage, um das Geheimnis der Sphinx zu lüften ..." – Die allermeisten Menschen müssten sich über so einen Anruf wohl sehr wundern. Es sei denn, man ist Mitglied bei den "Drei ???". Die haben in den letzten Jahren ja speziell auf der Kinoleinwand wieder viel erlebt und dabei auch viel Unglaublicheres als so einen seltsamen Telefonanruf. Nach zwei Abenteuern rund um das "Erbe des Drachen" (2023) und den "Karpatenhund" (2025) startet jetzt der dritte und voraussichtlich letzte Teil der neuen Reihe.
Was hat es auf sich mit diesem "Geheimnis der Sphinx"? Justus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) wollen das natürlich unbedingt herausfinden und starten umgehend mit den Ermittlungen. Sie haben ja keine Ahnung, worauf sie sich da einlassen! Aber das macht es für die drei Jungdetektive und ihr Publikum natürlich umso spannender. Mit einem verbrecherischen Geheimbund bekommen sie es zu tun, mit einem zwielichtigen Archäologen, mit einem uralten Fluch und ... mit einem Mädchen!
"Die drei ??? – Toteninsel" basiert wie schon der erste Teil der neuen Reihe ("Erbe des Drachen") auf einem Roman von André Marx aus den frühen 2000er-Jahren, erzählt also eine vergleichsweise moderne "Drei ???"-Geschichte (die "Karpatenhund"-Vorlage stammte aus dem Jahr 1975). Nach den ersten beiden Filmen wissen die Fans aber auch, dass der Ansatz dieser neuen Filme eher analog und angenehm klassisch ist. Das Telefon etwa, das Justus zu Beginn abhebt: kein Smartphone, sondern ein richtiger stationärer Telefonapparat mit Kabel und Wähltasten. Details, die vielen Spürnasen vor der Leinwand sehr wichtig sind.
Regie führte abermals Tim Dünschede nach einem Drehbuch von Anil Kizilbuga, in Nebenrollen sind unter anderem auch Florian Lukas und Jördis Triebel wieder dabei. Viel spricht dafür, dass "Toteninsel" wie schon die beiden Vorgänger ein großes Publikum in die Kinos locken wird. Dass weitere Filme mit dieser Besetzung folgen, ist trotzdem unwahrscheinlich. Damit die Hauptdarsteller noch einigermaßen ins "Jugendkrimi"-Bild passen, wurden "Karpatenhund" und "Toteninsel" bereits gemeinsam "back-to-back" gedreht. Inzwischen ist Nevio Brandt, der Älteste des Trios, bereits 19 Jahre alt.