Die Zukunft in Hollywood gehört Timothée Chalamet, das erklären Expertinnen und Experten seit ungefähr zehn Jahren mit jedem neuen Film des gebürtigen New Yorkers. Er ergatterte die Hauptrolle in Denis Villeneuves "Dune"-Saga, durfte zuletzt Willy Wonka und Bob Dylan spielen. Keine Aufgabe scheint mehr zu groß für den 30-Jährigen. So gilt es seit Langem auch nur als Frage der Zeit, wann Timothée Chalamet seinen ersten Oscar gewinnt. Mit "Marty Supreme" könnte es soweit sein.
Timothée Chalamet spielt in seinem neuen Film Marty Mauser, einen jungen New Yorker mit vielfältigen Talenten und großen Träumen. Ein Tischtennisspieler mit Entertainer-Qualitäten, Witz und Chuzpe, der unbedingt groß rauskommen will. Im Zweifel auch mit faulen Tricks, wenn es anders nicht geht. Im Trailer sieht man Marty durch die belebten Straßen von Manhattan vor der Polizei fliehen – die kriegen ihn nicht, dafür ist er zu schnell und zu gewitzt. Aber Manhattan, wo Marty sich nachts bei irgendwelchen dubiosen Tischtennis-Wettkämpfen sein Geld erspielt (oder ergaunert), ist sowieso bald zu klein.
Regisseur Josh Safdie, der gemeinsam mit Ronald Bronstein das Drehbuch schrieb, inszeniert "Marty Supreme" als abenteuerliche Mischung aus Drama, Komödie und Gaunerporträt (die Geschichte ist lose inspiriert von dem amerikanischen Tischtennisspieler Marty Reisman, der sich in den 1950-ern mit einigen Eskapaden einen Namen machte). Man las zuletzt unter anderem schon von Vergleichen mit Produktionen wie "Catch Me If You Can" und "The Wolf Of Wall Street", was durchaus nicht zu hoch gegriffen scheint.
"Marty Supreme", in den USA schon zu Weihnachten angelaufen, erntete bislang überwiegend positive Kritiken und heimste zuletzt bereits zahlreiche Filmpreise ein. Timothée Chalamet wurde für seine Darbietung kürzlich mit seinem ersten Golden Globe (Bester Hauptdarsteller) belohnt, demnächst könnte auch der erste Oscar folgen. Bei den diesjährigen Academy Awards ist "Marty Supreme" in insgesamt neun Kategorien nominiert. Neben Gwyneth Paltrow in einer Nebenrolle ist auch der ehemalige deutsche Tischtennis-Profi Timo Boll kurz im Film zu sehen.