Wie weit soll, kann und darf man gehen, um die eigene Familie zu versorgen? Man-soo (Lee Byung-hun), Protagonist der abgründigen Satire "No Other Choice", wird extrem weit gehen. Der Spezialist für Papierproduktion wird nach 25 Jahren von seinem Arbeitgeber entlassen und gerät danach schnell unter Druck. Die Tennisstunden, das Auto für sene Frau (Son Yejin), das Haus, in dem seine Familie wohnt – das kostet alles viel Geld.
Man-soo gibt sich alle Mühe, schnell wieder Arbeit zu finden. Er besucht Aufbau-Seminare, versucht sich von seiner besten Seite zu zeigen. Aber irgendwie reicht es nicht. Nach einem besonders demütigenden Zwischenfall ändert er dann seine Strategie: alle Konkurrenten, die ihm bei der nächsten Jobvergabe im Weg stehen könnten, systematisch ausschalten ...
Park Chan-wook gehört seit über 20 Jahren zu den größten Aushängeschildern des südkoreanischen Films, und auch für seine Romanadaption "No Other Choice" erntet der Regisseur, Autor und Produzent dieser Tage wieder eine Menge Beifall. Acht Minuten stehender Applaus nach der Premiere in Venedig, zuletzt drei Golden-Globe-Nominierungen und Auszeichnungen auf diversen Festivals. Die "Washington Post" feiert den Film unter anderem für seinen "teuflischen Sinn für Humor", die BBC spricht sogar von einem neuen "Meisterwerk".