"Letztes Jahr haben über 130 Millionen Menschen einen Roadtrip gemacht", behauptet der Trailer zu André Øvredals neuem Film "Passenger". 15.400 dieser Reisenden wurden angeblich "nie wieder gesehen". Dass diese Zahlen korrekt sind, darf bezweifelt werden. Bei einem Roadtrip liegt es ja in der Natur der Sache, dass man auch mal ganz spontan ins Auto einsteigt und losfährt, ohne bei irgendeiner Roadtrip-Meldestelle Bescheid zu geben. Bei einigen Asphalt-Abenteurern wird beim nächsten Mal aber vielleicht doch etwas Angst mitfahren, wenn sie diesen Grusel-Schocker gesehen haben.
Der norwegische Regisseur André Øvredal machte sich in der Vergangenheit durch Horrorfilme wie "Trollhunter" und "Scary Stories to Tell in the Dark" einen Namen, sein letztes Kinoprojekt war 2023 die "Dracula"-Adaption "Die letzte Fahrt der Demeter". Für "Passenger" arbeitete er nun mit den Autoren T.W. Burgess und Zachary Donohue, um den alten, aber doch schwer greifbaren Schrecken einsamer dunkler Straßen in einem eigenen Film zu verarbeiten. Neben dem wenig bekannten Hauptdarsteller-Duo Jacob Scipio und Lou Llobell konnte Øvredal auch Hollywood-Größe Melissa Leo gewinnen, die für ihre Nebenrolle in "The Fighter" (2010) mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde.
Was also steckt dahinter, wenn Menschen zu einem Roadtrip aufbrechen und dann für immer verschwinden? Bei einigen ist es wohl der titelgebende "Passenger", der sich irgendwann auch an die Fersen von Tyler (Scipio) und Maddie (Llobell) heftet. Das Pärchen aus New York ist mit seinem ausgebauten Camper gerade in ein aufregendes neues Aussteiger-Leben fernab des Großstadt-Trubels gestartet. Eines Nachts werden sie dann Zeugen eines Unfalls, und damit geht der Albtraum los. Irgendetwas verfolgt sie, etwas "Dämonisches", das sich einfach nicht abschütteln lässt, denn: "Niemand entkommt dem Passenger."