Zwei Jahrzehnte lang war Humorist Dieter "Didi" Hallervorden als Hauptdarsteller von der Leinwand verschwunden. Vor allem seit seiner Zusammenarbeit mit Til Schweiger in der Komödie "Honig im Kopf" (2014) geht es aber wieder steil bergauf. Mit "Ostfriesisch für Anfänger" meldet er sich nach kurzer Zeit erneut im Kino zurück.

Regisseur Gregory Kirchhoff behandelt in seiner Komödie über den eigenbrötlerischen Ostfriesen Uwe Hinrichs (Dieter Hallervorden), der nur platt spricht, aktuelle Themen wie Fremdenhass und Integration. Sein "Held" wird dazu verdonnert, "Utländern" - wie er sie nennt - Deutsch beizubringen.

Integration zum Wohlfühlen

In seinen vorangegangenen Filmen spielte Hallervorden ernste Stoffe mit humorvollen Untertönen. Einsamkeit im Alter in "Sein letztes Rennen" oder Demenz in "Honig im Kopf" waren die Themen. Nun packt er erneut ein gesellschaftlich relevantes und noch dazu hochaktuelles Eisen an.

Trotzdem erinnert diese Rolle ein bisschen an den "Didi" von einst, der mit seinen Klamotten, etwa "Didi und die Rache der Enterbten", Millionen zum Lachen brachte. Aber die Ernsthaftigkeit des Wohlfühlfilms "Ostfriesisch für Anfänger" ist zu erkennen.

Dass der Protagonist nur plattdeutsch spricht, macht es unkundigen Zuschauern nicht einfach, das Ganze dafür aber glaubwürdiger. Denn so wird das Publikum beinahe selbst in die Rolle von "Ausländern" katapultiert, die die Sprache nicht beherrschen.

Eine Tragikomödie mit Charme, Verständnis, Aktualität, Integrationsansätzen und "Didi".