Uma (Emma Roberts) will zusammen mit ihrem Geliebten Markus (Jeremy Irvine) die Insel verlassen, auf der sie gestrandet ist.
"Paradise Hills" ist eine seltsame Mischung aus Fantasy und Science-Fiction.

Paradise Hills

KINOSTART: 29.08.2019 • Drama • USA / E (2019) • 95 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Paradise Hills
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
USA / E
Filmstudio
Nostromo Pictures, Colina Paraiso AIE, TVE, Crea SGR, Generalitat de Catalunya - Departament de Cultura, Instituto de Ciencias y Artes Cinematográficas del Ministerio de Cultura, Nublar Productions
Budget
6.000.000 USD
Laufzeit
95 Minuten
Regie
Alice Waddington
Music
Lucas Vidal
Kamera
Josu Inchaustegui

Filmkritik

Die Insel der aufmüpfigen Frauen
von Sven Hauberg

Schön anzusehen, aber leider ziemlich verkorkst: "Paradise Hills" ist ein äußerst wunderlicher Film.

Wenn sich ein Ort "Paradise" nennt und ein jeder, der hier lebt, verdammt gut aussieht und rund um die Uhr nur lächelt – dann muss man kein Sherlock sein, um zu erahnen, dass wohl etwas ziemlich faul ist im Staate. Ist es natürlich auch. Uma (Emma Roberts) spürt das sehr schnell im Fantasyfilm "Paradise Hills", und auch als Zuschauer hat man so seine Ahnung. Bis man den Monstrositäten auf die Schlichte kommt, die das vermeintliche Paradies zur Hölle machen, hat man allerdings ein anderes Rätsel zu lösen: Was, bitteschön, ist das hier eigentlich für ein Film?

Mit "Paradise Hills" ist es ein bisschen wie mit einem Traum. Während man schläft, fügt sich alles zu einem wunderbaren Ganzen. Wenn man dann aber erwacht, reibt man sich verwundert die Augen, weil doch nicht so viel zusammenpasst, wie man dachte. Das Spielfilmdebüt der Spanierin Alice Waddington ist gleichermaßen Kostümdrama, Fantasyfilm, Science-Fiction und Liebesdrama. Am Ende hat man gar das Gefühl, eine krude Mischung aus "Matrix" und "Die Stadt der verlorenen Kinder" gesehen zu haben. Nun ist nichts einzuwenden gegen etwas Experimentierfreude, aber ein wenig übertreibt es "Paradise Hills" dann doch.

Das geht schon in den ersten Minuten los, als man sich auf einem barocken Tanzball wähnt. Man sieht eben jene Uma am Tag ihrer Hochzeit und begegnet ihr wenige Augenblicke später im Paradies wieder. Wobei all das, so erfährt man, nur ein Rückblick ist. Wie sie hier herkommen ist, weiß Uma zunächst nicht. Nur so viel sagt man ihr: Sie befinde sich auf einer Insel, die als eine Art Therapiezentrum für verwöhnte junge Damen fungiert. Allerorten wird in der wahrlich bezaubernden Umgebung Yoga betrieben und werden gesunde Smoothies geschlürft. Uma teilt sich das Zimmer mit der rundlichen Chloe (Danielle Macdonald), die zum abspecken hier hergeschickt wurde, und der verschlossenen Yu (Rapperin und Schauspielerin Awkwafina), die offenbar auf die Insel verbannt wurde, um sich endlich mal locker zu machen.

Herrscherin über diesen goldenen Käfig ist die geheimnisvolle "Fürstin" (Milla Jovovich), die sich mit honigsüßen Worten und harter Hand um die jungen Damen kümmert. Bald eröffnet sie Uma, was sie hier soll: endlich erkennen, dass der Mann, den ihre Eltern für sie auserkoren haben, der richtige für sie ist. Die Moralvorstellungen, die in "Paradise Hills" herrschen, entstammen dem Mittelalter. Dass der Film aber in einer (nicht allzu fernen) Zukunft angesiedelt ist, erkennt man immer wieder an sanft eingestreuten Sci-Fi-Elementen. Uma jedenfalls will dem Wunsch ihrer Eltern nicht entsprechen, sondern mit dem schönen Markus (Jeremy Irvine, "Stonewall") zusammen sein. Also versucht sie, von der Insel der aufmüpfigen Frauen zu fliehen.

Man merkt "Paradise Hills" an, dass Regisseurin Alice Waddington auch Kostümdesignerin ist. Denn ihr Film ist eine wahre Ausstattungsorgie. Kulissen, Kostüme, die sparsam eingesetzten Spezialeffekte – rein von den Schauwerten ist Waddington ein kleines Gesamtkunstwerk gelungen. Eine verkorkste Story kann das aber leider nur bedingt wettmachen. Alles wirkt grobschlächtig zusammengezimmert, nur wenig fügt sich ineinander, zu vieles bleibt rätselhaft in diesem feministisch angehauchten Traum. Wie Waddington für ihren Film internationale Schauspielstars wie Milla Jovovich und Jeremy Irvine (die dann aber doch sehr blass bleiben) gewinnen konnte, bleibt ihr Geheimnis. Man staunt gleichermaßen über die Schönheit und über die Planlosigkeit dieses wunderlichen Films.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Am 10. Februar 1991 wurde Emma Roberts in Rhinebeck, New York, geboren. Sie ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.
Emma Roberts
Feste Größe in Horror-Streifen wie "Resident Evil": Schauspielerin Milla Jovovich.
Milla Jovovich
Weitere Darsteller
Eiza González Danielle Macdonald Awkwafina  Jeremy Irvine Arnaud Valois Hunter Tremayne Johnny Melville Liliana Cabal Karina Kolokolchykova Daniel Horvath Matthew Mills Lesley Grant Oliver Ritchie Candela May Joey Sordyl Nick Dutton

Neu im kino

Die Odyssee (2026)
Die Odyssee
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
So klingt das Leben (2025)
So klingt das Leben
Drama • 2025
prisma-Redaktion
Was haben wir gelacht (2026)
Was haben wir gelacht
Dokumentarfilm • 2026
prisma-Redaktion
Vaiana (2026)
Vaiana
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Virginia Woolf's Night & Day (2026)
Virginia Woolf's Night & Day
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Etwas ganz Besonderes (2026)
Etwas ganz Besonderes
Drama • 2026
prisma-Redaktion
The Piano Tuner (2026)
The Piano Tuner
Krimi • 2026
prisma-Redaktion
Vom Traum, unsinkbar zu sein (2026)
Vom Traum, unsinkbar zu sein
Dokumentarfilm • 2026
prisma-Redaktion
Minions & Monster (2026)
Minions & Monster
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Supergirl (2026)
Supergirl
Action • 2026
prisma-Redaktion
Jackass: Einer geht noch (2026)
Jackass: Einer geht noch
Action • 2026
prisma-Redaktion
Power Ballad – Der Song meines Lebens (2026)
Power Ballad – Der Song meines Lebens
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
The Death of Robin Hood (2026)
The Death of Robin Hood
Drama • 2026
LOL 2.0 (2026)
LOL 2.0: Anne’s Golden Hour
Komödie • 2026
Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens (2025)
Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens
Animation • 2025
prisma-Redaktion
Dolly (2026)
Dolly
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (2026)
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
Mystery • 2026
prisma-Redaktion
Masters of the Universe (2026)
Masters of the Universe
Action • 2026
prisma-Redaktion
Sommer auf Asphalt (2026)
Sommer auf Asphalt
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Scary Movie (2026)
Scary Movie
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Solo Mio (2026)
Solo Mio
Liebesfilm • 2026
prisma-Redaktion
Passenger (2026)
Passenger
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Verflucht normal (2025)
Verflucht normal
Drama • 2025
prisma-Redaktion
Backrooms (2026)
Backrooms
Horror • 2026
Vivaldi und ich (2025)
Vivaldi und ich
Musik • 2025
prisma-Redaktion
Mother Mary (2026)
Mother Mary
Musik • 2026
prisma-Redaktion
The Mandalorian and Grogu (2026)
Star Wars: The Mandalorian and Grogu
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang (2026)
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Glennkill – Ein Schafskrimi (2026)
Glennkill – Ein Schafskrimi
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Meine Freundin Conni – Abenteuer mit Kranich Klaus (2026)
Meine Freundin Conni – Abenteuer mit Kranich Klaus
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion