Unterwegs in Sachen Musik: Manfred Eicher

Sounds and Silence

KINOSTART: 28.10.2010 • Dokumentarfilm • Deutschland (2009) • 91 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Sounds and Silence
Produktionsdatum
2009
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
91 Minuten

Manfred Eicher, einst Kontrabassist der Berliner Philharmoniker, entdeckte die Improvisierte Musik für sich und wechselte später vom Musiker zum Label-Manager. Seine Plattenfirma ECM (Edition of Contemporary Music) genießt nicht nur unter Jazzkennern Weltruhm. Unter seine Egide entstand etwa Keith Jarretts Bestseller "The Köln Concert". Auf der Suche nach dem perfekten Sound ließ der Musik besessene Manfred Eicher auch die Improvisierte Musik weitestgehend hinter sich und widmet sich heute verstärkt Künstlern der Neuen Musik wie etwa Arvo Pärt, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek oder Nik Bärtsch. Das Porträt zeigt Eicher als Entdecker und Vermittler zeitgenössischer Musik.

Für Freunde des Labels ECM ist diese Dokumentation von Peter Guyer und Norbert Wiedmer ein Muss. Leider wird hier etwas zu sehr der Schwerpunkt auf Eichers heutiges Schaffen gelegt und darüber etwas vergessen, dass der Produzent maßgeblich die Karrieren vielen zeitgenössischer Jazz-Musikern wie etwa Keith Jarrett, Pat Metheny, Eberhard Weber, Jan Garbarek, Gary Burton, Terje Rypdal, Ralph Towner, Jack DeJohnette usw. aufgebaut oder zumindest enorm gefördert hat. Dennoch: die Magie der Musik wird bei dieser Reise zu den wichtigsten Stationen Eichers durchaus vermittelt.

Foto: Arsenal

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