Washington, Ende der Sechzigerjahre: Ex-Knacki Ralph Waldo Greene, von allen nur "Petey" Greene genannt, will unbedingt Radio-DJ werden. In der brodelnden Stadt, die von heißem Soul, der Bürgerrechtsbewegung und der Wunsch einer ganzen Generation nach Veränderung geprägt ist, findet Petey schließlich ein kleines Studio, aus dem er über Rassismus und Bürgerrechte, über Drogen und Politik, über Gerechtigkeit und Sex berichtet. Schon bald lassen seine Unverfrorenheit, die Dinge beim Namen zu nennen und sein beißender Humordie Quoten nach oben schnellen...

Inspiriert durch die wahre Lebensgeschichte von Ralph Waldo "Petey" Greene Jr. (1931-1984)) drehte Regisseurin Kasi Lemmons diesen zum Teil etwas langatmigen Mix aus Biopic und Drama, in dem besonders Don Cheadle in der Rolle des berühmten DJs überzeugt. Mit großer Authentizität, feiner Ironie und emotionaler Tiefe verkörpert Cheadle diesen Mann, der seiner Zeit und seiner Generation aus der Seele sprach und der schwarzen Gemeinde im weißen Amerika der Sechzigerjahre eine unüberhörbare Stimme gab. Allerdings kennt hierzulande sicher nicht jeder Kinogänger den Protagonisten, so dass dies den Zugang zu dieser typisch amerikanischen Aufsteiger-Geschichte erschwert.

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