Auf dem Killesberg, einem der vornehmsten Wohnviertel in Stuttgart, werden innerhalb weniger Tage zwei junge Frauen ermordet. Sie wurden auf der Straße und in einem kleinen Park erdrosselt, und beide sind rothaarig. Die Polizei sucht nach einem vermutlichen Triebtäter. Konrad Pfandler ist Versicherungsmathematiker, in zweiter Ehe verheiratet mit einer jüngeren, rothaarigen Frau, Julia Pfandler. Pfandlers Sohn Uwe leidet unter der übermächtigen Persönlichkeit seines Vaters und rettet sich in Zynismus und Alkohol. Auch Julia lehnt sich auf gegen ihren Mann, indem sie ihn betrügt. Sie tut dies ohne jede Rücksicht auf Pfandler, offenbar in der Absicht, ihn zu verletzen. Kommissar Lutz spürt die gespannte Atmosphäre im Hause des Mathematikers. Gibt es Verbindungslinien zwischen den Pfandlers und den Morden? Ist Julia gefährdet? Kommissar Lutz bewegt sich in einem Netz steigernder Spannungen. Er kann die Tat, der schließlich Julia zum Opfer fällt, nicht verhindern ...

Insgesamt 16 Fälle der erfolgreichsten Krimireihe des deutschen Fernsehens inszenierte Regisseur Theo Mezger in seiner langen Karriere. "Rot - rot - tot" ist einer seiner besten und dank des überragend aufspielenden Weltstars Curd Jürgens in seinem einzigen "Tatort"-Auftritt längst ein TV-Klassiker, den Mezger nach dem Drehbuch des Krimi-Routiniers Karl Heinz Willschrei (1939-2003, "Das Schwein - Eine deutsche Karriere") in Szene setzte. Willschrei lieferte nicht nur die Scripte zu insgesamt zehn "Tatort"-Folgen, sondern auch die Vorlagen zu populären TV-Serien wie "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", "Graf Yoster gibt sich die Ehre", "Der Alte", "Wolffs Revier" oder "Ein Fall für zwei". Achten Sie übrigens auf den jungen Christian Berkel ("Der Kriminalist", hier noch mit vollem Haar) in einer seiner ersten Filmrollen als Jürgens' Filmsohn Uwe!

Foto: SWR