Vor den Augen von Hauptkommissarin Blum wird der entflohene Häftling Wolfram Seebeck von seinem Komplizen brutal erschossen. Klara, die sich Vorwürfe macht, nicht selbst geschossen zu haben, will unbedingt verhindern, dass noch ein weiterer Mord geschieht. Deshalb folgt sie dem unbekannten Mörder auf seiner Flucht. Indizien lassen sie vermuten, dass er sich bei der Hochzeit der jungen Beate Gellert mit dem Rechtsanwalt Hanno Brünner unter die Gäste gemischt hat. Als bei dem fröhlichen Fest die traditionelle Brautentführung beginnt und Beate mit einer Gruppe junger Männer verschwindet, befürchtet Klara das Schlimmste ...

Der Bodensee und das Allgäu als Fluchtpunkt eines unbekannten Mörders - eins schwieriger Fall für Eva Mattes in der Rolle der Kommissarin Klara Blum. Allerdings hört sich der Plot spannender an, als er ist, denn was Stefan Dähnert hier alles in sein Drehbuch gepackt hat, widerspricht allen Wahrscheinlichkeiten. So wird hier etwa jeder, der die Braut geraubt hat, als möglicher Täter dargestellt und die Kommissarin ermittelt abseits aller Polizeigeflogenheiten wieder häufig allein. Regisseur Patrick Winczewski, der zuvor schon die beiden nicht sonderlich gelungenen "Tatort"-Episoden "Tatort - Todesstrafe" und "Tatort - Tod auf dem Rhein" inszeniert hatte, liefert hier seinen bisher schlechtesten Krimi ab.

Foto: SWR/Stephanie Schweigert