Eddie Redmayne, der für seine Verkörperung Stephen Hawkings im vergangenen Februar einen "Oscar" erhielt, kehrt mit einer weiteren anspruchsvollen Rolle ins Kino zurück. Er spielt den dänischen Künstler Einar Wegener, der als einer der ersten Menschen in den 30er-Jahren sein Geschlecht operativ verändern ließ.

Regisseur Tom Hooper ("Academy Award" 2011 für "The King's Speech") widmet sich damit einem Thema, das auch in der aufgeklärten Gesellschaft noch wenig Wiederhall im Film erhielt.
Er wird sie
Wegener lebt mit seiner Frau, der Malerin Gerda (Alicia Vikander), in Kopenhagen. Als er ihr in Frauenkleidern für ein Porträt Modell steht, fühlt er sich in dieser Rolle überraschend wohl. Als "Lili" verkleidet besucht er mit Gerda bald öffentliche Veranstaltungen und realisiert nach und nach, dass er ganz als Frau leben möchte.

In Dresden bittet er den Arzt Kurt Warnekros (Sebastian Koch) um eine geschlechtsangleichende Operation - ein noch nahezu unerforschter Eingriff.

Starke Vorstellung

Auch wenn Transgender heute im westlichen Kulturkreis gesellschaftlich weitgehend akzeptiert sind, herrschen viele Vorurteile. Ob "The Danish Girl" diese abbauen kann, ist fraglich. Dafür konzentriert sich der Film zu sehr darauf, ein hervorragend ausgestattetes Historienstück zu sein.

Bemerkenswert sind allerdings die Darstellungen von Redmayne und Vikander. Es wäre kaum eine Überraschung, wenn beide auf der Nominiertenliste der "Academy Awards" zu finden wären.