Bertie ist vor allem eines: der Sohn des britischen Königs George V. Leider gehört es auch zu Berties Pflichten, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Eine Tatsache, die dem schüchternen Mann keinesfalls behagt, zumal er seit frühester Kindheit stottert. Da bislang niemand dem Prinzen helfen konnte, engagiert seine Frau Elizabeth den unkonventionellen Sprachtherapeuten Lionel Logue. Tatsächlich kann der Exzentriker schnell erste Erfolge erzielen. Als der König stirbt und Berties Bruder Edward VIII. wegen seiner Liebe zu einer zweifach geschiedenen Bürgerlichen auf die Krone verzichtet, soll Bertie als George VI. 1936 überraschend den Thron besteigen. Jetzt sind Logues Fähigkeit noch stärker gefordert als zuvor ...

Nach wahren Begebenheiten inszenierte Historienfilm-Spezialist Tom Hooper ("Elizabeth I.", "John Adams"), der vor allem die Freundschaft zwischen den zwei äußerst unterschiedlichen Männer, Sprachtherapeut und König, in den Mittelpunkt stellt. Mit unglaublich viel Liebe zum Detail, starken Dialogen (und überlieferten Ansprachen des Königs) wird hier eine wichtige Episode aus dem Leben George VI., Vater von Elizabeth II., packend und meisterlich bebildert. Colin Firth in der Rolle des Königssohn bekam zu Recht etliche Preise für seine außergewöhnliche Darbietung, darunter den Golden Globe und den Oscar. Weitere Oscars gab's für Regisseur Tom Hooper, für das beste Original-Drehbuch und bester Film.

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