"Game of Thrones"-Darstellerin Natalie Dormer wird als Amerikanerin Sara mit der japanischen Mythologie konfrontiert. Sie erhält im Gruselstreifen von Regieneuling Jason Zada die Nachricht, dass ihre Schwester in einem Wald nahe des Mount Fuji verschwunden sei.

Das Gehölz ist dafür bekannt, dass sich dort zahlreiche Menschen das Leben nehmen. Sara begibt sich daher nach Japan, um ihre Schwester zu retten. Doch am Ziel ihrer Reise gehen der Legende nach die Geister der Verstorbenen um.
Schauerliches Japan
Als 2002 Gänsehautgarant "Ring", Remake eines Films von Hideo Nakata, die westlichen Kinos im Sturm eroberte, schien Japanhorror in Hollywood Einzug zu halten. Aber schon mit den ersten - deutlich schwächeren - Nachfolgern wie "Der Fluch - The Grudge" ebbte der Trend umgehend ab.

Auch "The Forest" wird diesen nicht wieder aufleben lassen, da es ihm nicht gelingt, ein hohes Maß an Spannung oder wenigstens eine durchweg schaurige Atmosphäre aufzubauen. Dabei ist die Grundidee recht vielversprechend: Der Aokigahara, der sogenannte Selbstmordwald, ist tatsächlich das Ziel vieler Lebensmüder.

Wirkung verschenkt

Das geht auf einen Roman des Autors Matsumoto Seichō zurück, der in den 60er-Jahren einen goetheschen "Werther-Effekt" auslöste. Da Zada seine Zuschauer allerdings allein mittels Jump-Scares das Gruseln lehren will, wird die Wirkung verschenkt, die dieser Ort entfalten könnte.

Einziger Pluspunkt des Films bleibt daher Dormer, die in einer Doppelrolle - sie spielt auch Saras Schwester - ihr Können beweisen darf.

Sehen Sie hier den Trailer zu "The Forest":