Sarah (Seána Kerslake) will mit ihrem Sohn Christopher (James Quinn Markey) einen Neuanfang starten, schlittert aber schon bald in einen nicht enden wollenden Albtraum.
Spannender Horrorthriller: In "The Hole in the Ground" beschleicht eine Mutter der beängstigende Verdacht, mit ihrem Sohn könne etwas ganz und gar nicht in Ordnung sein.

The Hole in the Ground

KINOSTART: 02.05.2019 • Horror • IRL (2019) • 91 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
The Hole in the Ground
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
IRL
Filmstudio
Bankside Films, Wrong Men, Head Gear Films, Metrol Technology, Savage Productions, Made, Wild Atlantic Pictures
Einspielergebnis
3.373.474 USD
Laufzeit
91 Minuten
Regie
Lee Cronin
Music
Stephen McKeon
Kamera
Martin Maguire, Tom Comerford

Filmkritik

Neustart ins Unglück
von Christopher Diekhaus

Nach dem Umzug aufs Land beschleicht eine junge Mutter das Gefühl, dass ihr Sohn nicht mehr derselbe ist. Ob sie ihrem Instinkt vertrauen kann oder ob ihr Verstand verrücktspielt, erkundet "The Hole in the Ground" auf eindringliche Weise.

Im Februar 2019 erst erzählte der Gruselthriller "The Prodigy" von einem hochbegabten Jungen, den der Geist eines Serienkillers heimsuchte. Mit "The Hole in the Ground" kommt nun ein ähnlich gelagerter Streifen, der seine grauenhaften Ereignisse allerdings weniger deutlich ausbuchstabiert. Am Ende bleiben einige Fragen offen – was der Gänsehautstimmung aber keinen großen Abbruch tut.

Wie so viele andere Filme beginnt auch "The Hole in the Ground" mit einem Umzug aufs Land und der Hoffnung, schmerzhafte Erfahrungen hinter sich lassen zu können. Gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn Christopher (James Quinn Markey) verschlägt es die junge Sarah O'Neill (Seána Kerslake), die offenbar unter einem gewalttätigen Ehemann zu leiden hatte, in die irische Provinz. Dorthin, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.

Besonders Christopher hat jedoch Probleme, sich an die neue Heimat zu gewöhnen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es immer mal wieder zu kleinen Spannungen zwischen ihm und seiner Mutter kommt. Als der Junge nach einem Streit im Wald verschwindet, entdeckt die aufgelöste Sarah bei ihrer Suche nach ihm ein riesiges Senkloch im Boden. Nur wenig später kehrt Christopher unversehrt zurück, wirkt fortan allerdings seltsam verändert.

Regisseur Lee Cronin greift in seinem ersten Langfilm eine elterliche Urangst auf und strickt aus ihr ein in weiten Teilen eindringliches Horrordrama. Konventionelle Schockeffekte und Genreklischees kommen zwar gelegentlich zum Einsatz; stärker als viele andere Schauerbeiträge konzentriert sich die irische Gruselproduktion allerdings auf die Beziehung der Hauptfiguren zueinander und die stetig wachsende Verunsicherung der leidgeprüften, von Seána Kerslake mit großer Inbrunst verkörperten Sarah. Benimmt sich Christopher tatsächlich ungewöhnlich boshaft? Oder spielt die angegriffene Psyche seiner Mutter mehr und mehr verrückt? Der Film liefert Anhaltspunkte für beide Sichtweisen und lässt das Publikum lange Zeit im Unklaren darüber, was wirklich vor sich geht.

Von Anfang an gelingt Cronin, woran nicht wenige Horrorregisseure scheitern: Die trostlosen, zugleich aber wuchtigen Landschaftsbilder, die Unheil verkündende Musik und die im Spiel der Darsteller aufscheinenden seelischen Verletzungen erzeugen eine durchdringende Atmosphäre der Beklemmung. Ein Gefühl der Ausweglosigkeit, das rasch auch den Zuschauer erfasst. Von Vorteil ist – gerade im Vergleich mit anderen Teufelskind-Schockern – die Entscheidung, Christopher nicht allzu offensiv als dämonischen Satansbraten zu inszenieren, sondern dem Jungen stattdessen eine beunruhigende Zurückhaltung zu verpassen. James Quinn Markey bringt die rätselhafte Aura des Achtjährigen nuanciert zum Ausdruck und trägt so maßgeblich zur ungemütlichen Wirkung des Films bei.

Nach etwas mehr als einer Stunde lüftet der Regisseur ein wenig den Schleier der Ungewissheit, legt dabei jedoch keineswegs alle Karten auf den Tisch. Ausführliche Erklärungen umschifft er konsequent – und dürfte sich damit nicht nur Freunde machen. Dank der stimmungsvollen Vorarbeit lässt sich die Geheimniskrämerei des Drehbuchs im letzten Drittel aber recht gut verschmerzen, zumal "The Hole in the Ground" mit einer prägnanten, das Unbehagen noch lange nach Kinobesuch am Leben haltenden Einstellung endet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Weitere Darsteller
Seána Kerslake James Quinn Markey Simone Kirby Steve Wall Eoin Macken Sarah Hanly James Cosmo Kati Outinen Bennett Andrew David Crowley John Quinn Miro Lopperi Alain Eloy Helena Coppejans Gregory Praet Karim Barras Kobe Truijens

Neu im kino

The Piano Tuner (2026)
The Piano Tuner
Krimi • 2026
prisma-Redaktion
Vom Traum, unsinkbar zu sein (2026)
Vom Traum, unsinkbar zu sein
Dokumentarfilm • 2026
prisma-Redaktion
Minions & Monster (2026)
Minions & Monster
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Supergirl (2026)
Supergirl
Action • 2026
prisma-Redaktion
Jackass: Einer geht noch (2026)
Jackass: Einer geht noch
Action • 2026
prisma-Redaktion
Power Ballad – Der Song meines Lebens (2026)
Power Ballad – Der Song meines Lebens
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
The Death of Robin Hood (2026)
The Death of Robin Hood
Drama • 2026
LOL 2.0 (2026)
LOL 2.0: Anne’s Golden Hour
Komödie • 2026
Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens (2025)
Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens
Animation • 2025
prisma-Redaktion
Dolly (2026)
Dolly
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (2026)
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
Mystery • 2026
prisma-Redaktion
Masters of the Universe (2026)
Masters of the Universe
Action • 2026
prisma-Redaktion
Sommer auf Asphalt (2026)
Sommer auf Asphalt
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Scary Movie (2026)
Scary Movie
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Solo Mio (2026)
Solo Mio
Liebesfilm • 2026
prisma-Redaktion
Passenger (2026)
Passenger
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Verflucht normal (2025)
Verflucht normal
Drama • 2025
prisma-Redaktion
Backrooms (2026)
Backrooms
Horror • 2026
Vivaldi und ich (2025)
Vivaldi und ich
Musik • 2025
prisma-Redaktion
Mother Mary (2026)
Mother Mary
Musik • 2026
prisma-Redaktion
The Mandalorian and Grogu (2026)
Star Wars: The Mandalorian and Grogu
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang (2026)
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Glennkill – Ein Schafskrimi (2026)
Glennkill – Ein Schafskrimi
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Meine Freundin Conni – Abenteuer mit Kranich Klaus (2026)
Meine Freundin Conni – Abenteuer mit Kranich Klaus
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Nürnberg (2025)
Nürnberg
Historie • 2025
prisma-Redaktion
Love Me Tender (2025)
Love Me Tender
Drama • 2025
prisma-Redaktion
Mortal Kombat II (2026)
Mortal Kombat II
Action • 2026
prisma-Redaktion
Der Teufel trägt Prada 2 (2026)
Der Teufel trägt Prada 2
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Der Wunderweltenbaum (2026)
Der Wunderweltenbaum
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Rose (2026)
Rose
Drama • 2026
prisma-Redaktion