Der alternde Profi-Gangster Georges (Eddy Mitchell, Foto) hat die besten Jahre eigentlich längst hinter sich, als ihm sein "Geschäftsfreund" Pierrot einen verlockenden Coup vorschlägt. Mit der Hilfe eines korrupten Versicherungsagenten sollen sie einen millionenschweres Diamantencollier aus der Villa der wohlhabenden Louise rauben. Der Coup gelingt. Und als ein Hehler die Beute sicher ins Ausland gebracht hat, sieht alles so aus, als hätte der verwegene Plan tatsächlich funktioniert. Doch der scheinbar perfekte Raub gerät doch noch außer Kontrolle: Plötzlich ist der Versicherungsmann tot, Pierrot verfällt der äußerst attraktiven Louise und die Gattin des Hehlers wird gekidnappt ...

Der gut gespielte und intelligent in Szene gesetzte Thriller ohne die (besonders in Hollywood) üblichen Action- und Verfolgungssequenzen von Jacques Bral spielt mit so universellen Themen wie Misstrauen, Leidenschaft und Mord und steht in der Tradition von Genre-Regisseuren wie José Giovanni und Jean-Pierre Melville. Frankreichs Vorzeige-Rocker Eddy Mitchell gibt hier gekonnt den alternden Gangster, der in ein ungeheures Intrigenspiel gerät. Lediglich das Happy End von "Ein Frühling in Paris" - so die Übersetzung des passenderen Originaltitels, kann nicht überzeugen!

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