Deutschland, 1939: Der zum Volksheld avancierte U-Boot-Kapitän Prien wird von seinem Jugendfreund, Pfarrer Kille, gebeten, seinen Einfluss geltend zu machen, um vom Nazi-Regime Verfolgten zu helfen. Doch Prien versteht sich als Soldat, will mit der Politik nichts zu tun haben - bis die Schrecken des Krieges einen Sinneswandel in ihm auslösen ...

Nach einer Reihe von Melodramen und Heimatfilmen inszenierte Regisseur Harald Reinl 1958 gleich zwei Kriegsfilme mit ähnlicher Besetzung. Nachdem Dieter Eppler, Joachim Fuchsberger und Harald Juhnke bereits in "Die grünen Teufel von Monte Cassino" gemeinsam vor der Kamera gestanden hatten, schlüpften sie im gleichen Jahr in Marine-Uniformen. Reinls seinerzeit populäres U-Boot-Spektakel (er setzte dafür jede Menge Archivaufnahmen von U 47 ein), das sich lose an der Biografie des Marineoffiziers Günther Prien (1908-1941) orientiert, bleibt aber oberflächlich und ohne Konturen. Noch dazu versucht es, Prien als Sympathisanten der Widerstandsbewegung zu zeigen, was sich aus historischer Sicht in keiner Weise halten lässt. Da ist der Robert-Wise-Kriegsfilm "U 23 - Tödliche Tiefen", der ebenfalls 1958 entstand, um Klassen besser.

Foto: Das Vierte