Elias Gottstein und Carl Luis Zielke haben eine Lebensweg eingeschlagen, der im Gegensatz zu dem vieler ihrer Altersgenossen steht: Nicht Ausbildung und ein geregeltes Arbeits- wie Familienleben ist ihr erklärtes Ziel, sondern ein unabhängiges Leben als Straßenmusiker, ohne festen Wohnsitz, ohne Ausbildung und Bankkonto, ohne Sicherheiten. So leben sie ihren Traum von Freiheit, radeln mit ihren Fahrrädern von Ort zu Ort und zeigen, dass sie nicht nur Gitarre und Posaune beherrschen ...

Regisseur Sobo Swobodnik hat die beiden jungen Aussteiger mit der Kamera ein Jahr lang quer durch Deutschland begleitet und zeigt zwei optimistische Männer, die ihren Traum vom freien und selbstbestimmten Leben verwirklichen. Ganz ohne Kommentar lässt Swobodnik seine beiden Protagonisten für sich sprechen, zeigt sie bei ihren Spontan-Konzerten, aber auch auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht oder beim durchstöbern von Bekleidungs- und Lebensmittelcontainern diverser Supermärkte. Die Kehrseiten der Medaille - was passiert etwa, wenn einer der beiden krank wird und ärztliche Unterstützung braucht? - wird allerdings nicht gezeigt. "Unplugged: Leben Guaia Guaia" wurde beim Filmfest München 2012 mit dem Publikumspreis des Bayerischen Rundfunks ausgezeichnet und machte "Guaia Guaia" so bekannt, dass Gottstein und Zielke mittlerweile einen Plattenvertrag bei Universal Music unterschrieben und das Album "Eine Revolution ist viel zu wenig" veröffentlicht haben.

Foto: W-film/Filmbüro una cum