25 Jahre nach einer Revolution, die damals niemand für möglich hielt, kehrt die Filmemacherin Kristina Konrad nach Nicaragua zurück. In das Land, das sie als einen Ort der Utopie erlebt hatte: einen Ort der Revolutionen, wo Frauen ausbrechen und ein Volk den Diktator zum Teufel, respektive in die USA, jagt, wo alphabetisiert und umverteilt wird, wo Dichter Minister sind ... einen Ort, der Tausende aus aller Welt anzog.

Die europäische Filmemacherin erinnert sich und sucht im veränderten neoliberalen Nicaragua, verwundet von Krieg und Korruption, Spuren in den Erinnerungen der Menschen, in Mythos und Dichtung und denkt dabei über ihre eigene Beziehung zu diesem kleinen Land im anderen Amerika nach. Dabei trifft sie auf Menschen, die Zeugnis davon geben, wie viel mehr an Hoffung und Mut, wie viel Emanzipation möglich ist in Zeiten der revolutionären Veränderung. Der suchende, wenn auch nicht neutrale Blick, vermag es dabei, die spannende Geschichte der sandinistischen Revolution fühlbar zu machen.

Foto: Neue Visionen