Die selbstbewusste Valerie arbeitet zwar in Los Angeles, lebt aber mit ihrem Freund in Berlin. Als dieser so schwer erkrankt, dass er gar ins Koma fällt, wacht Valerie zunächst an seinem Bett, entschließt sich dann aber, Los Angeles den Rücken zu kehren. Damit ihr Freund erfährt, wie es ihr ergangen ist, führt sie ein Video-Tagebuch. Was sozusagen als schlichte Liebesbotschaften gedacht war, entwickelt ein ungeahntes Eigenleben. Denn Valerie verliert mehr und mehr die Scheu vor der Kamera und zeigt schließlich vergessenen geglaubte Emotionen. So wird der anfänglich spielerische Umgang mit der Kamera zu einer bitteren Lebensabrechnung.

Was nach einem packenden Monolog-Film klingt, entpuppt sich leider als quälend langatmiger Schinken. Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt war schon für Oliver Hirschbiegels Monolog-Filme "Mein letzter Film" und "Ein ganz gewöhnlicher Jude" verantwortlich. Diesmal hat er allerdings Josef Rusnak Regie führen lassen. Doch ob das zähe Ergebnis damit zu tun hat oder ob es eher an der geschwätzigen Vorlage von Roger Willemsen ("Kleine Lichter") lag, der auch das Drehbuch schrieb, sei dahin gestellt.

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