Für den Diplomingenieur Oliver Berger (Francis Fulton-Smith, Foto, mit Ursula Buschhorn) scheint alles nach Wunsch zu laufen. Gerade erst hat er für seinen Arbeitgeber einen lukrativen Auftrag an Land gezogen, da wird er auch schon mit dem nächsten Großprojekt betraut. Ständige Auslandsreisen und durchgearbeitete Wochenenden nimmt er bereitwillig in Kauf: Das Gehalt ist gut, sein Chef hält große Stücke auf ihn, und in der Firma gibt es genug Konkurrenten, die scharf auf seinen Job sind. Seine Frau Lena und sein zehnjähriger Sohn Moritz warten währenddessen in der Erfurter Wohnung oder im Wochenendhaus, einer alten Mühle, auf ihn. Gedanken, dass seine Ehe unter seinem Beruf leiden könnte, hat Berger sich nie gemacht. Umso fassungsloser reagiert er, als ihn seine Frau Lena verlässt. Plötzlich muss sich Berger um seinen zehnjährigen Sohn Moritz kümmern ...

Regisseurin Gabi Kubach ("Das Bernstein-Amulett", "Die schönsten Jahre", "Die Frau des Heimkehrers") inszenierte ein nicht immer stimmiges, aber zu Herzen gehendes Familiendrama, das über die üblichen Rührseligkeiten zum Glück hinausgeht. Francis Fulton-Smith, Schwarm aller Schwiegermütter, zeigt sich hier von seiner besten Seite. Der Sohn einer deutschen Mutter und einen britischen Jazzers begann schon im Alter von fünf Jahren mit der Schauspielerei. Nach dem Besuch der Otto Falckenberg Schauspielschule in München machte er sich zunächst einen Namen als Theaterschauspieler, bevor er mit seiner Rolle als Dr. Jens Leyendecker in der Krankenhausserie "Klinikum Berlin Mitte - Leben in Bereitschaft" einem breiteren Publikum bekannt wurde. Zu seinen TV-Credits gehören unter anderem "Gehetzt - Der Tod im Sucher, "Das Finale" und "Ich werde immer bei euch sein". Mit Regisseurin Kubach arbeitete Fulton-Smith schon mehrfach zusammen: in "Die Pferdefrau" (2001), "Die Kinder meiner Braut" (2004) und in "Lauras Wunschzettel" (2005).

Foto: MDR/Stefan Rabold