Der 60-jährige römische Rechtsanwalt Marcello kommt mit dem Taxi in die Hafenstadt Civitavecchia, um sich einen Tag lang seinem Sohn Michele zu widmen, der dort seinen Militärdienst leistet. Marcello hat sich zeitlebens kaum um Michele gekümmert, seine Karriere war ihm wichtiger. Er weiß so gut wie gar nichts darüber, was sein Sohn empfindet und was er will; was er in dieser Hinsicht versäumt hat, möchte er jetzt möglichst schnell nachholen. So überrascht er Michele mit großartigen Geschenken, einem Sportwagen und einer Penthouse-Wohnung in Rom, aber der junge Mann reagiert darauf sehr zurückhaltend. Erst als Marcello ihm die Taschenuhr seines Vaters schenkt, scheint das Eis zwischen Vater und Sohn zu schmelzen. Dennoch registriert Marcello im Laufe des Tages, wie viel zwischen ihm und seinem Sohn steht. Erst nach einem handfesten Krach kurz vor Marcellos Rückfahrt nach Rom begreifen beide, dass sich ein neuer Anfang zwischen ihnen lohnen dürfte.

Dies ist zwar eine etwas geschwätzige, aber dennoch tiefgründige Melo-Komödie mit einem brillant agierenden Marcello Mastroianni. Massimo Troisi, der gekonnt den Sohn mimt, starb am 4. Juni 1994, einen Tag nach Ende der Dreharbeiten zu "Der Postmann".