Barbara stammt aus einfachen Verhältnissen, heiratet aber in den Vierzigerjahren den reichen Brooks Baekeland, Chef des amerikanischen Bakelit-Imperiums. Barbara gefällt sich mehr und mehr in der Rolle der narzisstischen Aufsteigerin. Doch das glanzvolle Leben an der Seite ihres Mannes hat viele Schattenseiten. Auch die Geburt ihres Sohns Tony bringt die ohnehin angeschlagene Balance der Ehe noch stärker in Schieflage. Jahre später verlässt Brooks seine Frau für eine Jüngere und Tony erweist sich offenbar als Homosexueller, der schließlich sogar mit der Mutter ins Bett steigt...

Was im Roman von Natalie Robins (angeblich auf eigenen Erlebnissen beruhend) vielleicht noch als verstörend empfunden wurde, ist in diesem schlecht inszenierten Bilderbogen schlichtweg langweilig. Die Darsteller bemühen sich teilweise zwar nach Kräften, doch lässt Regisseur Tom Kalin keinerlei Gespür für starke szenische Momente erkennen. Hätte er so viel Sorgfalt für das Drehbuch an den Tag gelegt wie für die Ausstattung, man hätte über viele unglaubwürdige Wendungen vielleicht hinweg sehen können.

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