Wahrenberg, ein Dorf an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, direkt an der Elbe. Hier leben Imke und Volker, die ihre Tochter durch einen tragischen Unfall verloren haben. Imke hat sich von diesem Verlust bisher nicht erholt, vielmehr hat sie sich im Haus eingesperrt, lebt nur in Erinnerungen und in der Trauer um ihre Tochter. Volker versteht ihren Schmerz und hofft noch immer, dass endlich wieder Normalität in ihr gemeinsames Leben einzieht. Ausgerechnet Waller, ein Außenseiter im Dorf, dessen Hof vor dem Ruin steht und der von allen geschnitten wird, hilft Imke. In der jungen Frau spiegelt sich für ihn das tragische Schicksal seiner Mutter wieder, die am Schmerz über den Tod ihres ältesten Sohnes zerbrochen ist. Der Junge starb in den Grenzsicherungsanlagen der deutsch-deutschen Grenze ...

Die aus Rostock stammende Regisseurin Beate F. Neumann erzählt in ihrem Langfilmdebüt die Geschichte einer verzweifelten Mutter, die erst durch fremdes Leid lernt, eigenen Schmerz und Trauer zu bewältigen und schließlich zu überwinden. Nach der Vorlage von Drehbuchautor Thomas Schwank ("Tatort - Borowski und die einsamen Herzen", "Die Frau am Ende der Straße", "Die fremde Frau) einfühlsam und realitätsnah in Szene gesetzt, überzeugen besonders Claudia Geisler ("Das Geheimnis im Moor", "Der Tote im Spreewald") als zunächst untröstliche Mutter und Max Hopp ("Stralsund - Außer Kontrolle") in der Rolle des Einzelgängers, der dieser wieder neuen Lebensmut einflößt.

Foto: MDR/Tatfilm/Junghans