Pfeffer sei warm und brenne wie die Sonne, Zimt süß und bitter wie die Venus und damit wie Frauen. Gewürze hätten magische und heilende Fähigkeiten. All dies erfährt Fanis von seinem Großvater Vassilis während seiner Kindheit in Istanbul. Doch die Idylle, in der die Familie in den Sechzigerjahren lebt, zerbricht, als die Türken 1964 die Griechen zwingen, das Land zu verlassen. Fanis zieht mit seiner Familie nach Griechenland, nur der Großvater bleibt zurück - und Saime, seine beste Freundin. Jahrzehnte später, Fanis ist inzwischen eine anerkannter Astrophysiker - in Gastronomie stecke auch das Wort Astronomie, so lehrte es ihn der Großvater - kehrt er noch einmal nach Istanbul zurück, um den schwer erkrankten Vassilis zu besuchen. Eine Reise in die Vergangenheit nimmt ihren Lauf...

Ein kulinarisches Drama in drei Akten, mit viel Liebe und Witz von Regisseur Tassos Boulmetis serviert. Einem pompösen Menü gleich gliedert der in Istanbul geborene griechische Regisseur - die Handlung basiert größtenteils auf Erfahrungen aus seiner eigenen Lebensgeschichte - seinen Film in Vor-, Haupt- und Nachspeise. Die Vorspeise erzählt von den Erfahrungen des jungen Fanis in seiner Geburtsstadt Istanbul, die Hauptspeise thematisiert sein Leben nach der Flucht nach Griechenland und die Nachspeise seinen Besuch in der geliebten Stadt seines sterbenden Großvaters. "Zimt und Koriander" wurde mit insgesamt acht griechischen Filmpreisen geehrt und 2005 als offizieller Beitrag Griechenlands für den Oscar als bester ausländischer Film ausgewählt.

Foto: Alamode-Film