"The Green Mile" machte ihn über Nacht zum Star: Michael Clarke Duncan.
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Michael Clarke Duncan

Lesermeinung
Geboren
10.12.1957 in Chicago, Illinois, USA
Gestorben
03.09.2012 in Los Angeles, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie

Michael Clarke Duncan war eine der großen Entdeckungen des Jahres 1999: Nachdem man den imposant gebauten Zwei-Meter-Mann bis dahin vorrangig in Kleinstauftritten als Bodyguard oder Türsteher erleben konnte, gelang ihm mit der Rolle des angeblichen Kindermörders John Coffey in Frank Darabonts sensationell erfolgreicher Stephen-King-Adaption "The Green Mile" an der Seite von Tom Hanks der Durchbruch. Der Part brachte ihm auf Anhieb eine Nominierung für den Oscar als bester Nebendarsteller ein.

Duncan wurde in Chicago geboren, wo er mit seiner alleinerziehenden Mutter aufwuchs. Zunächst beschäftigte er sich mehr mit Drogen und Alkohol, als zur Schule zu gehen. Da seine Mutter gegen eine angestrebte Football-Karriere war, studierte er an der Alcorn State University in Mississippi Kommunikationswissenschaften. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt nahm er einen Job bei der Peoples Gas Company an und verbesserte sein Einkommen mit gelegentlichen Anstellungen als Rausschmeißer in verschiedenen Clubs in der South Side. Zufällig lernte er einen Inspizienten kennen, der ihm eine Anstellung bei einer Theatergruppe vermittelte, die mit "Beauty Shop, Part Two" auf Tour ging.

So landete der 130-Kilo-Mann nach 56 Tagen in Los Angeles. Nach mehr als 50 Vorsprechterminen sicherte er sich die Rolle eines Drill-Sergeants in einem Bier-Werbespot. Nach einer Reihe weiterer Arbeiten für die Werbung wurde er von F. Gary Gray für dessen Regiedebüt "Friday" (1995) mit Ice Cube und Chris Tucker entdeckt. 1998 hatte Duncan die Sympathien des Publikums als Bear neben Bruce Willis in Michael Bays Blockbuster "Armageddon - Das jüngste Gericht" auf seiner Seite. An der Seite von Bruce Willis, Rosanna Arquette und Matthew Perry spielte er einen Killer in Jonathan Lynns Komödie "Keine halben Sachen" (2000).

Weitere Filme und Serien mit Michael Clarke Duncan: Ice Cubes Regiedebüt "The Player's Club" (1997), "Stone Cold II - Heart of Stone" (1997), Warren Beattys Satire "Bulworth", "A Night at the Roxbury" (beide 1998), "Spot" (2001), Tim Burtons "Planet der Affen"-Neuverfilmung (2001), "The Scorpion King" (2002), "Daredevil" (2003), "Pursued - Ein Headhunter kennt keine Gnade", "George und das Ei des Drachen" (beide 2004), "Die Insel", "Sin City" (beide 2005), "Ricky Bobby - König der Rennfahrer", "One Way", "Der Date Profi - Was du brauchst, ist die richtige Masche! (alle 2006), "Kung Fu Panda" (Stimme), "Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" (beide 2007), "Family Guy" (Serie, 2006/07) "Welcome Home, Roscoe Jenkins", "Delgo" (Stimme), "American Crude", "Hotel Zack & Cody" (Serie, alle 2008), "The Slammin' Salmon", "Street Fighter: The Legend of Chun-Li" (bede 2009), "Black, White and Blues", "Cats & Dogs - Die Rache der Kitty Kahlohr" (Stimme, beide 2010), "The Sibling", "Bones - Die Knochenjägerin" (Serie), "A Crush on You", "Kung Fu Panda 2" (Stimme), "Green Lantern" (Stimme, alle 2011), "From the Rough", "The Finder", "The High Fructose Adventures of Annoying Orange" (beides Serien) "The Loud: Around the Time", "In the Hive" (alle 2012).

Im Fernsehen sah man das Muskelgebirge mit Gastauftritten in "The Jamie Foxx Show" (1996), "Fresh Prince of Bel Air" (1990), "Weird Science", "Married... with Children" (1987), "The Wayans Brothers", "Sparks" (1996) und "The Bold and the Beautiful" (1987). Michael Clarke Duncan starb am 3. September 2012 im Alter von nur 54 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts, den er am 13. Juli des gleichen Jahres erlitten und von dem er sich nie richtig erholt hatte.

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