Der Tanzsaal

KINOSTART: 01.01.1970 • Dokumentarfilm • Ungarn (2003)
Lesermeinung
Originaltitel
Táncrend
Produktionsdatum
2003
Produktionsland
Ungarn
Ein Dorf in der ungarischen Provinz: Eine der wenigen Abwechslungen für die Bewohner von Pitwaros ist der wöchentliche Besuch eines Tanzlehrers, der mit seinem Wagen anreist, um den Menschen Foxtrott, Walzer und Tango beizubringen. Seine Kurse für alle Altersgruppen sind gut besucht; sie bringen ein wenig Leben in die verschlafene Gemeinde. Der Film begleitet die Gruppe bei ihren tänzerischen Fortschritten und beobachtet vier der Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Tanzsaals in ihrem Alltag und bei ihrer Arbeit: eine gutmütige Lehrerin, einen jungen Postboten, dessen Handy zum Unmut des Lehrers auch während der Tanzstunden klingelt, eine Verkäuferin, die sich einmal für die Tanzstunde ein paar schicke Schuhe aus dem Sortiment ihres Gemischtwarenladens ausleiht, und einen Gärtner, der sich um seine schwangere Frau kümmert und versucht, seinen Sohn zum Musizieren zu bewegen. Der Höhepunkt des Tanzkurses ist für alle Schüler der Abschlussball, auf dem sie vor der versammelten Dorfgemeinschaft ihr Können unter Beweis stellen müssen. "Der Tanzsaal" ist ein Dokumentarfilm, der eindrucksvoll in Szenen und Bildern erzählt und ohne Statements und längere Dialoge auskommt. Mit den dramaturgischen Mitteln des Spielfilms zeigt die Regisseurin das Leben und Arbeiten ihrer Protagonisten auf ebenso humorvolle wie respektvolle Weise. Die ungarische Regisseurin Lívia Gyarmathy, 1932 in Budapest geboren, studierte Naturwissenschaften und arbeitete als Chemikerin, bevor sie ein zweites Studium an der Hochschule für Theater und Filmkunst in Budapest mit einem Diplom im Bereich Filmregie abschloss. Seit den 60er Jahren dreht sie Dokumentarfilme und zum Teil preisgekrönte Spielfilme, von denen einige auch in Deutschland gezeigt wurden (darunter "Moment mal!", 1973, und "Ein schäbiges Begräbnis", 1980). Schon 1974 hatte Lívia Gyarmathy als Co-Autorin das Drehbuch zu einem Spielfilm ("Der letzte Tanzlehrer") geschrieben, in dem ein Tanzlehrer als einer der letzten seiner Zunft unverdrossen über die Dörfer zieht. Bei "goEast", dem Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, wurde "Der Tanzsaal" im vergangenen Jahr mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

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