Schon lange teilen sich Marie (Bérénice Bejo) und Boris (Cédric Kahn) ein gemeinsames Leben, ein Haus, sind seit 15 Jahren verheiratet und haben zwei Töchter. Doch nach dieser Zeit ist von den großen Gefühlen nichts mehr übrig, Alltagsstress steht über allem.

Das Paar entschließt sich, die Scheidung einzureichen. Doch eine endgültige Trennung ist nicht so einfach, denn Maries Ersparnisse gingen allesamt für das Haus drauf, und Boris verdient zu wenig, um sich eine eigene Wohnung anzumieten.

So schläft er nach wie vor auf der Couch, und die beiden versuchen, mit dieser Situation zurechtzukommen. Das ist nicht ganz einfach - und immer wieder melden sich verschiedenste Emotionen zu Wort.

Fast wie mit Samthandschuhen

"Was bleibt übrig, wenn sich die Liebe von zwei Menschen aufgelöst hat?" Diese Frage versucht der belgische Regisseur und Drehbuchautor Joachim Lafosse, in seinem berührenden Drama zu beantworten.

Einfühlsam zeichnet er seine Geschichte um die gescheiterte Liebe eines jungen Paares - doch immer bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Für die weibliche Hauptrolle konnte er die französisch-argentinische Schauspielerin Bérénice Bejo gewinnen, die 2012 für einen "Oscar" in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" in "The Artist" nominiert wurde.

Ihren männlicher Gegenpart übernahm der Franzose Cédric Kahn, der in Deutschland vor allem als Regisseur und Drehbuchautor bekannt ist. Bereits seit 1995 steht er aber hin und wieder auch vor der Kamera - die Rolle des Boris ist allerdings nicht seine erste Hauptrolle.