Im Hollywood der Zwanzigerjahre ist George Valentin der große Star des Filmgeschäfts. Mit seinem Charme und seinen Rollen als unvergleichlicher Draufgänger hat er die Herzen eines Millionenpublikums erobert. Rein zufällig entdeckt er die schöne Peppy Miller und deren Talent für die Schauspielerei. Dann allerdings erhält der Tonfilm Einzug in die Filmbranche. Eine Tatsache, mit der sich Valentin ungleich schwerer tut als Peppy Miller. Während Valentins Karriere dem Untergang geweiht scheint, wird Peppy immer berühmter ...

Nach seinen beiden "OSS 117"-Filmen (ebenfalls mit Jean Dujardin in der Hauptrolle) hat Michel Hazanavicius nun einen brillanten Film komplett gegen den Trend inszeniert. Denn in Zeiten des immer präsenter werdenden 3D-Kinos und überbordender digitaler Spezialeffekte hat er es gewagt, weitestgehend einen Stummfilm zu inszenieren. Mit unglaublich starken Bildern zeigt er, dass eine ergreifende Geschichte viel mehr zählt als absolute technische Versiertheit. Mit erstaunlicher Eleganz, einem sympathischen Hauptdarsteller und poetischer Schlichtheit entwirft er eine packende, zu Herzen gehende Geschichte, die gleichzeitig eine wunderbare Hommage an die Frühzeit des Kinos darstellt. Jean Dujardin meistert seine Figur – angelegt zwischen Chaplin, Valentino und Douglas Fairbanks – mit Bravour. Zu Recht fand dieses Werk bei Filmfreunden großen Anklang, wurde mit drei Golden Globes und mit fünf Oscars (bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, beste Musik, beste Kostüme) ausgezeichnet. Ein Meisterwerk!

Foto: Delphi