Unterwegs jenseits der klassischen Grenzen

Empire Me

KINOSTART: 19.01.2012 • Dokumentarfilm • Österreich, Luxemburg, Deutschland (2011) • 100 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Empire Me - Der Staat bin ich!
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Österreich, Luxemburg, Deutschland
Laufzeit
100 Minuten
Regie

Paradiese sind auf dieser Welt dünn gesät. Wer heute noch aus der Weltordnung ausbrechen und die engmaschigen Lebensprinzipien hinter sich lassen möchte, muss seinen eigenen Zugang zum Traum von Utopia finden. Ein Phänomen, das immer öfter auftritt: die Gründung von Gegengesellschaften. Hier bauen sich hunderte Do-It-Yourself-Staaten ihre eigenen kleinen Welten. Mikronationen, Eco-Villages und Sezessionisten beschreiten mit realen Territorien und Gemeinschaften alternative Wege des Zusammenlebens ...

Paul Poet ("Foreigners out! Schlingensiefs Container") bringt in seiner Dokumentation sechs Mikronationen, die unterschiedliche Strömungen dieser Bewegung aussagekräftig repräsentieren, dem Zuschauer näher. Auf den ersten Blick wirkt alles ein bisschen grotesk und skurril. Beim zweiten Blick wird deutlich, dass mehr dahinter steckt - in erster Linie die Kampfansage: "Wenn dir deine Welt nicht passt, bau dir deine eigene!" Paul Poet, selbst Veteran alternativer Netzwerke und sozialer Experimente, gibt Einblick in das Leben und Handeln der Mikronationen Sealand, Hutt River, Damanhur, ZEGG, Christiania und den Schwimmenden Städten von Serenissima. Das Ergebnis ist eine dieser Dokumentationen, die Otto Normalverbraucher, der ganz ohne utopische Vorstellungen sein Dasein fristet, definitiv nicht braucht und auch nicht verstehen wird.

Foto: Navigatorfilm

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