Free Speech

KINOSTART: 01.06.2017 • Dokumentarfilm • Großbritannien (2016)
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Free Speech Fear Free
Produktionsdatum
2016
Produktionsland
Großbritannien

Gewinnspiele und Soziale Netzwerke gehören zum Alltag vieler Menschen. Doch einige bewerten diese kritisch, weil dabei ihre persönlichen Daten erfasst und an Dritte verkauft werden. So sorgten schon zahlreiche Diskurse zum Thema Datenschutz für Aufruhr bei Medien und Bevölkerung.

Zugespitzt wurde das Problem schließlich, als herauskam, dass Organisationen die sozialen Netzwerke gezielt zu Spionagezwecken nutzen und sich darüber hinaus sogar in die mobilen Geräte der Nutzer hacken. So trifft man nun auf Computer, deren integrierte Webcam abgeklebt und auf Smartphones, deren GPS ausgeschaltet ist, um keine Standortinformationen preiszugeben. Sind diese Vorkehrungen übertrieben? Wie brenzlig ist die aktuelle Lage wirklich?

Gefährdung der Privatsphäre

Diesem Konflikt in punkto Datenschutz und Überwachungskriminalität hat sich der junge Regisseur Tarquin Ramsay in Zusammenarbeit mit Jörg Altekruse in dem Dokumentarfilm angenommen. Ramsay begann bereits im Teenager-Alter, sich für das Thema Meinungsfreiheit stark zu machen. So rief er ein Projekt ins Leben, das fünf Jahre Arbeit umfasste und diesen Beitrag zum Ergebnis hatte.

Die Filmemacher erörtern, wie groß die Bedrohung der Menschenrechte tatsächlich ist – nicht nur in ihrem Heimatland Großbritannien, sondern auch in zahlreichen westlichen Staaten.

Protagonisten berichten

Das Werk bietet einerseits Einblicke in ihre Recherche, inklusive Methoden und spannenden Resultaten. Andererseits kommen Akteure zu Wort, die bereits Erfahrungen mit Überwachung gesammelt haben. Dazu zählen die Aktivisten Julien Assange und Jacob Appelbaum. Zudem geben Prominente ihre Meinung kund: So konnte unter anderem Schauspieler Jude Law für ein Interview gewonnen werden.

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