Flüchtete einst aus der Provinz nach Berlin:
Chantal Lehner

House of Shame

KINOSTART: 07.06.2012 • Dokumentarfilm • Deutschland (2011) • 93 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
House of Shame: Chantal All Night Long
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
93 Minuten

Jeden Donnerstag geht es rund im "House of Shame" im Bassy Club am Berliner Pfefferberg. Denn dann lädt Unterground-Legende Chantal wieder zu ihrer seit über einem Jahrzehnt angesagten Queer-Party, auf der getanzt wird, Live-Acts performen und die besten DJs für die bunte Schar der Gäste auflegen. Die Partyreihe steht und fällt mit transsexuellen Veranstalterin Chantal, die einst aus der Provinz nach Berlin flüchtete und zunächst auf den Straßenstrich ging, bis sie die berühmte "House of Shame"-Party ins Leben rief ...

Die aus Kiel stammende Fotografin und Filmmacherin Johanna Jackie Baier, die einst Adolf Winkelmann bei der Regie zu "Nordkurve" assistierte und bis 1997 selbst ein Mann war, hat Chantal Lehner und ihre legendäre Partyreihe jahrelang mit dem Fotoapparat begleitet. So entstanden über 60000 Aufnahmen, mit denen sie die Geschichte des "House of Shame" dokumentierte. Schließlich tauschte Baier den Fotoapparat gegen die Filmkamera, mit der sie sich drei Jahre lang an die Fersen von Chantal heftete. Baier streift natürlich auch die Vergangenheit Chantals, aber ihr Hauptaugenmerk gilt den Auftritten Chantals, die für Freunde ihrer queeren Underground-Bastion längst zur Ikone geworden ist. Daneben lässt die Regisseurin Freunde und Wegbegleiter wie Maler Salomé und Dragqueen Gloria Viagra zu Wort kommen und führte mehrere Interviews mit ihrer Protagonistin.

Foto: J. Jackie Baier

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