Letting Go

KINOSTART: 01.01.1970 • Fernsehfilm • Deutschland (1998)
Lesermeinung
Produktionsdatum
1998
Produktionsland
Deutschland
Regie
Music
Dave ist Kanadier und lebt in Berlin. Voller Hoffnung ist er in die Stadt zurückgekehrt, in der er seine Kindheit verbracht hat. Berlin ist weit genug weg von seiner Familie, von seiner deutschen Mutter und vor allem von seinem kanadischen Vater, der ihn stets kritisiert und ihn gewarnt hat, dass er irgendwann im Gefängnis landen werde. Ihm will Dave beweisen, dass aus ihm ein brauchbarer Schriftsteller werden wird. Vorerst schlägt er sich allerdings mit mäßigem Erfolg als Englischlehrer durch. Überhaupt läuft nichts so, wie er es gerne hätte. Von seinen ehemaligen Freunden ist nur noch Boris übrig geblieben, der ihm damals die Freundin ausgespannt hat. Zum Romane schreiben hat er noch nicht den richtigen Kick gefunden. Seine Vermieterin, Frau Grützmacher, ist mit ihrer liebevollen Hingabe nervtötender als die eigene Mama. Und dann kündigen seine Eltern auch noch ihren Besuch an. Das hat ihm gerade noch gefehlt. Doch an diesem Tag verliebt er sich. Er hat Kathi in einem Waschsalon bei einem missglückten Selbstmordversuch kennen gelernt. Wegen ihr vergisst er die Ankunft seiner Eltern. Mit ihr lebt er seine Phantasien aus, die Stoff für einen Roman sein könnten. Auf ziellosen Streifzügen durch Berlin wird er von dem herumstreunenden Vater von Kathi verfolgt und bedroht, und ein Junge hängt sich an seine Fersen. Hat er sich Dave als Ersatzvater ausgesucht? Kaum haben Mom und Dad ihren Sohn ausfindig gemacht, gehen die Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn weiter. Dave verweigert sich seinem Vater, als dieser sich mit ihm aussprechen und versöhnen will. Schließlich behält sein Vater recht. Dave wird tatsächlich eingesperrt. Und ausgerechnet im Gefängnis kann er sich aus seiner inneren Rebellion befreien. Er erkennt die Liebe zu seinem Vater und macht einen Schritt auf ihn zu.

Regisseur Luke McBain hat diesen sehr persönlichen Film turbulent und bunt in Szene gesetzt. Die nächtlichen Streifzüge durch Berlin werden von einer Kamera begleitet, die, unterstützt von der treibenden Musik, das Lebensgefühl einer aufgewühlten Stadt wiedergeben. "Letting Go" hat Luke McBain seinem Vater gewidmet. Luke McBain wurde am 18. Oktober 1967 in Montreal geboren. Er ging in Kanada, Malani, Peru und Deutschland zur Schule und bestand sein Abitur in Berlin. Von 1986 bis 1989 arbeitete er als Fotograf in Kanada und Kolumbien sowie als Schauspieler an Berliner Kleinbühnen. 1989 begann er ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Ab 1990 entstanden eine Reihe von Filmen, von denen einige preisgekrönt wurden: Der Dokumentarfilm "Ich sehe was, was Du nicht siehst" (1993) wurde mit dem UNESCO Förderpreis belohnt, der Kurzspielfilm "Papa was a Rolling Stone" (1995) gewann den Europapreis der Stadt Brest und der Kurzfilm "Mein letzter Fall" erhielt das Prädikat "wertvoll". Luke McBain war Mitschöpfer der ZDF-Kinderkurzfilmreihe "Die Rechte der Kinder" (1996). "Letting Go" war seine Abschlussarbeit an der dffb und die erste Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel.

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