Stanley Kubricks visionäre Jupiter-Mission "2001: Odyssee im Weltraum" (1968), "Armageddon" (1998) mit Bruce Willis als Ölbohrexperte auf einem Asteroiden, Matthew McConaughey als Wurmloch-Reisender in "Interstellar" (2014), Matt Damon als unglücklich zurückgelassener "Marsianer" (2015): Die Liste atemberaubender Weltraum-Abenteuer, die selbst die kühnsten NASA-Träumer für reine Fantasterei halten müssen, ist lang. Und mit "Der Astronaut – Project Hail Mary" wird sie noch ein bisschen länger.
Die Geschichte stammt von US-Autor Andy Weir, der seinerzeit auch schon die Romanvorlage zu "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" lieferte. Wohl auch aufgrund dieses Erfolgs (zwei Golden Globes, sieben Oscar-Nominierungen) wurden ihm die Filmrechte für "Der Astronaut" schon ein Jahr vor Veröffentlichung des Buches abgekauft. Die Inszenierung übernahmen Phil Lord und Chris Miller, die zuvor schon gemeinsam an Kino-Erfolgen wie "21 Jump Street" und "Spider-Man: Across the Spider-Verse" arbeiteten. Für die Hauptrolle wurde mit Ryan Gosling einer von Hollywoods derzeit angesagtesten Stars verpflichtet, in einer größeren Nebenrolle wirkte auch die Deutsche Sandra Hüller ("Toni Erdmann", "Anatomie eines Falls") mit.
Sportfans kennen den Begriff "Hail Mary" vielleicht aus dem American Football – er beschreibt ein spezielles Manöver, das manchmal kurz vor Spielende zu sehen ist, ein extrem weiter Vorwärtspass mit nur geringen Erfolgschancen. Geringe Erfolgschancen hat auch "Der Astronaut" Ryland Grace (Gosling), der eigentlich gar kein Astronaut ist, sondern Mittelschullehrer. Als Molekularbiologe hat er aber doch ein paar spannende Ansichten und Ideen, und deshalb wird ausgerechnet er von der ESA-Mitarbeiterin Eva Stratt (Hüller) für "Project Hail Mary" ausgewählt.
Ryland Grace soll ins All reisen und herausfinden, wie sich das bevorstehende Erlöschen der Sonne verhindern lässt – ohne realistische Aussicht, lebendig zur Erde zurückzukehren. Er lässt sich trotzdem darauf ein, denn: Das ultimative Ziel der Mission ist die Rettung des Lebens auf der Erde, das ohne die Sonne bekanntlich nicht existieren kann. Wie dem Trailer zu diesem geschätzt 200 Millionen Dollar teuren Science-Fiction-Abenteuer bereits zu entnehmen war, wird Grace dort draußen im Weltall aber auch ganz neues Leben finden.