"Was für ein Quatsch!" – Viele würden es wohl nicht zugeben, vielleicht auch den eigenen Kindern zuliebe, aber genau so dachten ganz gewiss zahlreiche Menschen, als sie zum ersten Mal von "Hobby Horsing" hörten. Seit einigen Jahren erfreut sich der – man kann es ja nicht wegdiskutieren – etwas skurrile Sport aus Finnland auch hierzulande zunehmender Beliebtheit. Gerade bei den Mädchen natürlich, deren Eltern sich keine echten Pferde leisten können. Und damit sind wir auch schon mittendrin in der Geschichte von "Pferd am Stiel – Ein Hobby-Horsing-Abenteuer".
Als Sarah (Manon Debaille) aus einer Hochhaussiedlung im eher weniger wohlhabenden Münchner Stadtteil Neuperlach ihre Begeisterung für das Hobby Horsing entdeckt, trifft sie auch auf genau diese Reaktion: "Was für ein Quatsch!" In der Schule erntet das Mädchen Hohn und Spott für ihre neue Leidenschaft. Auch ihre beste Freundin Dilek (Chiara Kitsopoulou) findet das Ganze erst einmal ziemlich peinlich. Aber irgendwann ändert sie ihre Meinung.
Ein Film über das Phänomen Hobby Horsing: Da rechnet man vielleicht mit einem seichten Märchen aus einer rosaroten Fantasiewelt – irgendetwas Harmloses halt, um den Hype mitzunehmen. Autorin Gerlind Becker und Regisseurin Sonja Maria Kröner machen es jedoch eine Spur interessanter. Sie zeigen soziale Schieflage, Druck auf dem Pausenhof und Stress mit Eltern. Sie erzählen in diesem Umfeld dann auch von Loyalität und echter Freundschaft. Nachdem Dilek von Sarah überzeugt wurde, dass Hobby Horsing vielleicht doch ganz cool sein kann, fassen die beiden Mädchen einen großen Plan: Sie wollen unbedingt zur Hobby-Horsing-Weltmeisterschaft nach Finnland, egal was alle sagen ...