Punkrocker Max hat die nervige Inge mit einem Song vor der ganzen Schule bloßgestellt. Kein Wunder, dass Inge davon wenig begeistert ist. Doch für Max und seine Bandkollegen von "Systemfehler" ist klar, dass sie einen richtigen Hit fabriziert haben. Als sich dann aber der Gitarrist kurz vor einem wichtigen Auftritt, der ihnen möglicherweise sogar einen Plattenvertrag einbringen könnte, verletzt und nicht spielen kann, soll ausgerechnet Inge, eigentlich eine hervorragende Gitarristin, einspringen. Aber sie will den Hit "Wenn Inge tanzt" auf gar keinen Fall spielen ...

Zugegeben: ein paar Gags hat die Story schon auf Lager. Dennoch wirkt alles recht stumpfsinnig wie eine eher alberne TV-Produktion, die sich beim jüngeren Publikum anbiedert. Regisseur Wolfgang Groos dachte sich wohl nach seinem ebenfalls TV-mäßigen Überraschungserfolg "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" von Marc Rothemund, nochmals die Kassen klingeln zu lassen. Doch zu gewollt und nahezu reißbrettartig wirkt der neu variierte Mix aus Musik und Teenie-Beziehungsstress, zu aufgesetzt das Spiel der (ohnehin zu alten) Darsteller. Viele Szenen sind schlecht gespielt, wirken wie hingerotzt. Das kommt dabei heraus, wenn man zu schnell Geld verdienen will. Nur Paula Kalenberg als Inge und Peter Kraus als Ex-Schlagerstar wissen schauspielerische Akzente zu setzen. Der lieblose Rest ist eher fürs ewige Nirwana.

Foto: Splendid