Gleich zwei Morde beschäftigen Charlotte Lindholm. Denn der erschlagen in seinem Haus aufgefundene Werner Hellmann war ein rechtskräftig verurteilter Mörder. Auf Grund von Zeugenaussagen wurde ihm der Tod seiner Frau Anna angelastet. Nach Verbüßung der Haftstrafe tauchte er wieder im Heimatdorf auf. Was trieb Hellmann, der stets seine Unschuld beteuert hatte, zurück? Mitten in Charlottes Ermittlungen platzt Hellmanns Tochter Kirsten, die über Jahre jeden Kontakt zu ihrem Vater verweigert hatte. Von Kirsten erfährt Charlotte, dass deren verstorbene Mutter, Anna Hellmann, wegen ihrer freizügigen Hippieattitüden bei den Einheimischen verschrien war. An dieser Einschätzung scheint sich nichts geändert zu haben. Die damaligen Zeugen wie der Gastwirt Matthias Bergstedt, die Kassiererin Lisbeth Struck und ihre geistig verwirrte Schwester Erika können oder wollen sich gegenüber der Kommissarin nicht mehr erinnern. Und am Abend des Mordes an Werner Hellmann haben angeblich alle Dörfler geholfen, das brennende Haus Erikas zu löschen. Doch bald bröckeln einige der Alibis ...

Regisseur René Heisig ("Geht nicht gibt's nicht", "Für die Liebe ist es nie zu spät") inszenierte die provinzielle Kriminalgeschichte eher bedächtig. Für das ausgefallene Drehbuch zeichnete Markus Stromiedel verantwortlich, der zuvor schon die "Tatort"-Episode "Tatort - Einmal täglich" sowie Episodenfolgen der Krimiserien "Von Fall zu Fall" und "Stahlnetz" geschrieben hatte. Großen Erfolg hatte er auch mit den Büchern zu der erfolgreichen Krankenhausserie "Geliebte Schwestern".