Der erfolgsverwöhnte Anwalt Rick Magruder verfällt der mysteriösen, aber überaus attraktiven Aushilfskellnerin Mallory. Die gibt vor, ihr gestörter Vater stelle ihr mit mörderischen Absichten nach. So stolpert der Jurist unversehens in eine ausgeklügelte Falle. Denn schließlich geht es um einen Millionenerbe...

Da verfilmt einer der unkonventionellsten Regisseure den Stoff eines der konventionellsten Autoren: Robert Altman inszeniert John Grisham. Ganz klar, von Meisterwerken wie "The Player" oder "Short Cuts" ist Hollywood-Outsider Altman hier weit entfernt. Auch wenn er und die hervorragende Darstellercrew sich sichtlich bemühen: die Story ist einfach zu durchsichtig, um wirklich packen zu können. So kann man sein Augenmerk aber verstärkt auf die brillante Arbeit der Schauspieler richten. Interessant: Diese Produktion liegt lediglich ein nie in Buchform veröffentlichtes Originalskript des Thrillerkönigs zugrunde. Eine Vorlage, die Altman unter dem Pseudonym Al Hayes noch einmal kräftig bearbeitete und den Wünschen von Hauptdarsteller Kenneth Branagh und den eigenen Vorstellungen anpasste. Grisham erkannte daraufhin seine Geschichte kaum wieder und drohte rechtliche Schritte an. Und damit sollte der Ärger für Robert Altman erst beginnen. Nach unbefriedigenden Testvorführungen des fertigen Films erzwang die Produktionsfirma Polygram eine neue Schnittfassung, die jedoch auch nicht besser aufgenommen wurde. Daher kam zu guter Letzt doch die von Altman autorisierte Version in die Kinos.

Foto: Polygram