Thomas ist 32 und leidet unter Agoraphobie, das heißt, er kann die Außenwelt und den Kontakt mit anderen Menschen nicht ertragen. Seit Ausbruch seiner Krankheit vor acht Jahren verlässt er nicht mehr seine Wohnung und niemand darf ihn besuchen. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt findet über ein Bildtelefon statt. Eine Versicherungsgesellschaft verwaltet die meisten Aspekte seines Lebens und hat ihm einen Psychologen zur Seite gestellt. Aber er fühlt sich alleine. Clara, seine langjährige virtuelle Partnerin, interessiert ihn nicht mehr. Sein Psychologe entscheidet, dass Thomas einen neuen Motivationsschub braucht und schreibt ihn gegen seinen Willen bei einer online-Kontaktagentur ein. Thomas lernt einige Frauen über den Computerbildschirm kennen, hat sogar Cybersex, aber er kann sich nicht verlieben. Bis er auf Eva trifft, eine online-Prostituierte mit einem dunklen Geheimnis. Er fühlt sich zu ihr hingezogen und möchte mit ihr zusammen sein. Wird es ihm gelingen, seine Wohnung zu verlassen und seine Liebe zu retten?

Neue Medien am Krankenbett. Die schöne neue Medien- und Computerwelt und eine Liebesgeschichte verwob Pierre-Paul Renders in seiner Tragikomödie, die 2000 auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig Premiere feierte und mit dem FIPRESCI, dem Preis der internationalen Fimpresse ausgezeichet wurde. Überdies erhielt Renders 2002 den Grand Prize of European Fantasy Film in Gold auf dem Filmfestival von Brüssel und Aylin Yay, die die Online-Prostituierte Eva verkörpert, wurde 2001 beim Pariser Filmfest als beste Darstellerin gekürt.