Ein Dorf in Südfrankreich, 1865: Indem er sich taubstumm stellt, findet der junge Landstreicher Timothée Obdach bei der Landarzt-Familie der schönen Josephine. Beim Abendessen lösen seine seltsamen Tricks verstörende Gefühle bei ihr aus. Am nächsten Tag, als Josephine allein zu Hause ist, kehrt Timothée zurück, versetzt sie in hypnotische Trance und vergeht sich an ihr. Überwältigt von seiner hypnotischen Macht folgt sie ihm in die Wälder. Obwohl Timothée sie verängstigt und abstößt und wiederholt missbraucht, entwickelt Josephine ein merkwürdiges Begehren und eine widersprüchliche Faszination für den wilden Fremden, der ihr immer vertrauter wird ...

Benôit Jacquot ("Leb wohl, meine Königin!", "Gaspard der Bandit"), der mit seiner Hauptdarstellerin Isild Le Besco zuvor bereits in "Sade", "Marie und Freud", "Hier und jetzt" sowie in "Der Unberührbare" zusammengearbeitet hatte, besetzte die attraktive Darstellerin auch in diesem Psychodrama nach einem authentischen Gerichtsfall. So entstand ein beeindruckendes Werk über so universelle Themen wie über Sex, Macht und Begehren. An Le Bescos Seite ist der argentinische Charakterdarsteller Nahuel Pérez Biscayart ("Glue") als Timothée zu sehen, der mit der Protagonistin ein Wechselbad der Gefühle zwischen psychischer Abhängigkeit und körperlicher Anziehung durchlebt.

Foto: ZDF/Jowan LeBesco