Bollywood-Filme – darin wird klassischerweise die Geschichte eines Mannes oder einer Frau aus der Oberschicht bedient, die oder der sich unsterblich in jemanden mit niedrigerer sozialer Stellung verliebt. Es folgt ein leidenschaftlicher Kampf für die Liebe, begleitet von viel Musik und Tanz in bunten Gewändern.

Unter dieser Prämisse ist Kabir Khans Werk ein äußerst ungewöhnlicher Vertreter der indischen Filmbranche, denn er spielt 1962 zu Zeiten des Grenzkriegs zu China und handelt von zwei Brüdern.

Starke Bande

Die Geschwister Laxman (Salman Khan) und Bharat (Sohail Khan) haben eine sehr enge Bindung. Diese wird auf die Probe gestellt, als Bharat von der Armee eingezogen wird, um im Krieg gegen die Chinesen zu dienen.

Laxman bleibt mit seinen Sorgen um den jüngeren Bruder in der Heimat zurück. Und seine Befürchtungen werden verstärkt, als er die ersten Meldungen von der Front hört. Ihn kann nichts mehr zuhause halten und so macht sich Laxman auf den Weg zum Kriegsgeschehen, um den Kampf zu beenden und Bharat unversehrt zurück nach Hause zu bringen.

Wenig originell

Auch wenn "Tubelight" sich durch seine Thematik und das Setting von anderen Bollywood-Filmen unterscheidet, wird auch hier kräftig auf der Gefühlsebene gearbeitet. Einerseits ist es schön, die Verbundenheit der Brüder zu sehen, andererseits wäre weniger Druck auf die Tränendrüsen an manchen Stellen besser gewesen.

Das ist der Vorlage "Little Boy" (2015) von Alejandro Monteverde wesentlich besser gelungen, weshalb nur Genreliebhaber "Tubelight" dem Original vorziehen sollten.