In einer Gesellschaft der nahen Zukunft wird der Jugendliche Alex nach Gewaltexzessen - er hat gemordet, geplündert und vergewaltigt - festgenommen und zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Dort läßt er sich auf eine Therapie ein, bei der seine Persönlichkeit gebrochen wird. Er gilt als geheilt und wird vorzeitig entlassen. Für Alex geht die Horrorshow nun erst jetzt richtig los, denn er ist durch die Intensivtherapie jeglicher Individualität beraubt und willkommenes Racheobjekt seiner einstigen Opfer ...

Nach dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess drehte Stanley Kubrick eine schwarze Farce über die Leblosigkeit einer Bürokratie- und Techno-Gesellschaft. Ein Meisterwerk über perverse Gewaltästhetik, Manipulationen durch Medien und den hysterischen Hedonismus einer Konsumwelt. Die Regie der Synchronfassung übernahm Kubrick, der mit Christiane Susanne Harlan - der Nichte des umstrittenen Regisseurs Veit Harlan - verheiratet war, wie immer selbst.

Foto: Warner