Henry Whipple musste hart arbeiten, damit sich die väterliche Farm in Iowa, seit drei Generationen in Familienbesitz, zu einem finanziell lohnenden Unternehmen mausern konnte. Doch im fortgeschrittenen Alter sehnt er sich nach dem Ruhestand und sein ältester Sohn Grant soll seine Nachfolge antreten. Doch der sucht sein Heil in der Flucht und reist in die große Welt. So fokussiert Henry sein Bestreben auf den jüngeren Dean. Aber auch der rebellische Jüngling zeigt wenig Interesse, den Landwirtschaftsbetrieb zu übernehmen. Er will lieber ein ruhmreicher Rennfahrer werden. Als dann aber der elterliche Unternehmen unlautere Geschäftsgebaren vorgeworfen werden, droht der finanzielle Ruin – und Dean muss sich entscheiden ...

Allzu deutlich steht hier der Mythos vom aufrechten Amerikaner im Vordergrund. Erstaunlicherweise sind es oft Immigranten bzw. die Kinder von Immigranten, die diesen Mythos hochhalten. In diesem Falle heißt der Regisseur Ramin Bahrani und ist der Sohn iranischer Einwanderer. So nerven viele pathetische Momente, zumal die Geschichte auch viel zu durchsichtig und vorhersehbar ist, um spannend zu sein. Die eigentlichen Probleme radikaler wirtschaftlicher Umwälzungen dienen hier lediglich als Hintergrund für den Familien-Schmu. So können nur die Schauspieler noch ein paar Pluspunkte herausholen.

Foto: Concorde/Matt Dinerstein/Courtesy of Sony Pictures Classics