Gänserndorf in Niederösterreich, nahe der tschechischen Grenze: In einem ehemaligen Safaripark leben abgeschottet von der Welt 40 Schimpansen aus dem ehemaligen Versuchslabor des Pharmakonzerns Immuno. Infiziert mit HIV- und Hepatitisviren, traumatisiert, verstört, hochaggressiv. Sie hassen Menschen und haben allen Grund dazu. Mit ihnen leben vier Pflegerinnen, zwei davon waren schon als Betreuerinnen bei den Tierversuchen tätig. Lange Zeit war das Überleben der Schimpansen nicht gesichert, doch inzwischen ist der Fortbestand der Primaten in trockenen Tüchern. Und seit 2012 eine vier Meter hohe, mit Starkstrom gesicherte Betonmauer das ebenfalls neue Außengehege umschliesst, können die Schimpansen endlich den Himmel über sich sehen, Wind, Regen, Sonne und Gras unter ihren Füßen spüren ...

Ein Lehrstück über den Menschen, der sich die Natur und ihre Lebewesen zum eigenen Vorteil und Profit zum Untertan macht und Tiere für seine Zwecke missbraucht. Das Regieduo Christian Rost und Claus Strigel erzählt nicht nur die Geschichte der ehemaligen Versuchs-Schimpansen, sondern fragt auch nach moralischer und politischer Verantwortung. Dabei kommen natürlich auch die Pflegerinnen und Beteiligten zu Wort, die sich seit Jahrzehnten für die Affen einsetzen und ihnen endlich behutsam ein artgerechtes Leben ermöglichen können.

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