Der Regisseur Heinz Brinkmann wurde auf der Insel Usedom geboren. Sein Porträt der Insel ist eine sensible Beschreibung der eigenen Heimat. Er folgt der Geschichte der Insel, auf der bereits vor 100 Jahren die ersten Seebäder entstanden. Heute wird die Insel von einer Vielzahl von Spekulanten heimgesucht, moderne Hotels entstehen und der Massentourismus setzt ein. Die Zeiten ändern sich und nichts ist mehr wie vorher. So verabschiedet sich Heinz Brinkmann mit seinem Film auch wehmütig von "seiner" Insel und begleitet dabei einige Gäste. Letztmalig besucht der bei Bansin geborene Schriftsteller Hans-Werner Richter seine Heimatinsel, wie jedes Jahr verbringt der Philosoph Dr. Gerhard Henne dort seinen Urlaub und zum ersten Mal ist der junge Amerikaner Chris auf Usedom. Rückblick und Umschau; Fragmente heimischer Geschichte und ein Spiegelbild der Nachwendezeit mit ihren deutsch-deutschen Problemen. Alles rankt sich um den traditionsreichen Tanzsaal in Bansin, der zur Drehzeit des Films kurz vor dem Abriß steht. Der Film beschreibt den Sommer 1992 an dieser Küste, den man heute bereits einen Jahrhundertsommer nennt und den Beginn einer neuen Gründerzeit.