Der erfolgreiche Bauunternehmer Peter engagiert sich für Behinderte. Er scheut sich auch nicht zu zeigen, dass er erfolgreich ist. Schulleiter Andreas hingegen sieht sich als Vertreter geistiger Werte und würde nicht zugeben, dass die unverkrampfte und großzügige Wohltätigkeit seines Freundes ihn irritiert. Als Andreas aus einem Streit zwischen Peter und dessen Frau Christa heraushört, dass Peter Spendengelder für persönliche Zwecke veruntreut, fühlt er sich verpflichtet einzuschreiten. Peter weigert sich, auf Andreas' Forderung nach Rückgabe des Geldes einzugehen. Da nutzt Andreas die Gelegenheit, die Sache öffentlich zu machen. Zu seiner Überraschung wertet seine Frau Heike sein Handeln als Denunziation und offenbart ihm bei dieser Gelegenheit ihre schon Monate andauernde Affäre mit Peter. Peters Frau Christa dagegen fürchtet die negativen Auswirkungen auf ihre Wohltätigkeitsarbeit und geht auf Distanz zu ihrem Mann - hat sie doch die Rolle als Frau an seiner Seite ohnehin satt …

"Verratene Freunde" ist ein manchmal merkwürdig anmutendes, zum Teil konstruiertes Drama mit starken schauspielerischen Momenten, dass den Zuschauer allerdings am Ende ein wenig ratlos und unbefriedigt zurücklässt. Von Stefan Krohmer mit prominenter Besetzung nach einer Vorlage seines Dauerautors Daniel Nocke inszeniert, der für zwei seiner Krohmer-Drehbücher ("Familienkreise", "Ende der Saison") mit dem begehrten Grimme-Preis prämiert wurde, gefallen Heino Ferch und Matthias Brandt als Konkurrenten besonders gut.

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