Victoria (Laia Costa) ist neu in Berlin. Die Spanierin spricht kein Deutsch, aber in der Partyszene amüsieren kann sie sich trotzdem gut. Dabei trifft sie frühmorgens auf die vier Freunde Sonne (Frederick Lau), Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff).

Vor allem zum Anführer Sonne fühlt sich die junge Frau aus Madrid hingezogen, sodass sie ihm und seinen Kumpeln, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen, in die Nacht folgt.

Um Blinker aus der Patsche zu helfen und ohne groß nachzudenken, überfallen sie eine Bank. Das kann kein gutes Ende nehmen.

Tour de Force

Sebastian Schippers Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Film noir wurde in einem Take gedreht. Das heißt das Schauspielerensemble, die Kameracrew unter Leitung von Sturla Brandth Grøvlen und die Tonexperten filmten das ganze Werk am Stück, ohne Pause, in einer einzigen Einstellung.

Diese Kraftanstrengung vollführten sie dreimal im nächtlichen Berlin. Die Fassung vom 27. April wurde schließlich als fertiges Produkt gewählt und ohne einen einzigen Schnitt auf die Leinwand gebracht. Der Film läuft in Echtzeit ohne Unterbrechungen durch und bleibt ganz dicht an den vielschichtigen Charakteren.

Dieses Experiment hätte verstörend, gar langweilig werden können, doch herausgekommen ist ein faszinierendes Stück neuer Kinogeschichte, welches bei der Berlinale mit einem "Silbernen Bären" für Kameramann Grøvlen und von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet wurde.